04 February 2026, 18:27

DVV feuert zwei Vorstandsmitglieder nach Gehaltsaffäre und Justizvorwürfen

Ein schwarz-weißes Plakat mit einer Betrugswarnung, das den Text "Carlsbad Spruud Salt" und ein Firmenlogo zeigt.

Exorbitante Gehälter für Betriebsräte? DVV-Chefs entlassen - DVV feuert zwei Vorstandsmitglieder nach Gehaltsaffäre und Justizvorwürfen

Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft entlässt zwei Vorstandsmitglieder nach Gehaltsaffäre

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Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), eines der größten kommunalen Unternehmen der Stadt, hat zwei Vorstandsmitglieder nach Vorwürfen wegen Unregelmäßigkeiten bei Gehaltszahlungen entlassen. Im Mittelpunkt des Skandals stehen der Verdacht auf überhöhte Zahlungen an Betriebsratsmitglieder sowie mögliche Versuche, die Ermittlungen zu behindern. Ein anonymer Hinweis hatte die Untersuchungen gegen einen der größten Arbeitgeber der Region ausgelöst.

Der Fall nahm seinen Anfang, als ein anonymer Hinweisgeber Stadtverantwortliche auf mögliche Fehlverhalten aufmerksam machte. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link reagierte umgehend und beauftragte eine externe Kanzlei mit der Prüfung der Vorwürfe. Die Ermittler konzentrierten sich bald auf den Verdacht, dass mehrere Betriebsratsmitglieder Leistungen erhalten hatten, die deutlich über den üblichen Standards lagen.

Die Duisburger Staatsanwaltschaft bestätigte Durchsuchungen in den Wohnungen der beiden entlassenen Manager. Dabei wurden Dokumente, Datenträger und Mobiltelefone als Beweismaterial sichergestellt. Mittlerweile umfasst das Verfahren Vorwürfe wegen Untreue, Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz sowie des Verdachts der Justizbehinderung.

Zunächst hatten die beschuldigten Führungskräfte zugestimmt, vorübergehend zurückzutreten. Später warf ihnen die Staatsanwaltschaft jedoch vor, die Ermittlungen beeinflusst zu haben. Den Angaben zufolge sollen sie Mitarbeiter angewiesen haben, belastendes Material zu vernichten – was zusätzliche Vorwürfe der Anstiftung zur Beweismanipulation nach sich zog.

Die DVV, die mehr als 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, hat bisher nicht öffentlich dargelegt, wie sie künftig mit den Betriebsratsvertretern oder der Öffentlichkeit kommunizieren wird. Der Betriebsrat, der erheblichen Einfluss auf Personalangelegenheiten hat, steht weiterhin im Fokus der Ermittlungen.

Den entlassenen Managern drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Behinderung der Justiz und Untreue. Die laufenden Ermittlungen werden zeigen, ob weitere rechtliche Schritte notwendig sind. Unterdessen muss die DVV die Auswirkungen des Skandals auf ihren Betrieb und die Belegschaft bewältigen.