E-World 2023 bricht mit Rekordzahlen alle Erwartungen – doch politische Risiken trüben die Stimmung
Branko TlustekE-World 2023 bricht mit Rekordzahlen alle Erwartungen – doch politische Risiken trüben die Stimmung
E-World 2023 bricht alle Rekorde – mit mehr Ausstellern und Besuchern denn je
Die E-World 2023 hat mit mehr Ausstellern und Besuchern als je zuvor neue Maßstäbe gesetzt. Die Fachmesse zog 1.136 Unternehmen an – ein Plus von 16 Prozent – und lockte rund 47.000 Fachbesucher aus 126 Ländern an. In diesem Jahr weitete die Veranstaltung ihr Themenspektrum aus und umfasste erstmals auch die Energiewende, Batteriespeicher und künstliche Intelligenz.
Doch die Messe fand vor dem Hintergrund wachsender Branchenbedenken statt. Ein durchgesickertes Entwurfspapier des Netzpakets – des geplanten deutschen Netzpakets – hat eine Debatte ausgelöst. Kritiker warnen, die Vorschläge könnten das Wachstum erneuerbarer Energien und die Entwicklung von Speichertechnologien bremsen. Zudem hinterfragen Branchenvertreter die Pläne der Bundesnetzagentur für rückwirkende Netzentgeltbefreiungen. Diese könnten rechtlich angreifbar sein und die Investitionssicherheit untergraben, so die Befürchtung.
Das Wachstum der Messe war von Anfang an spürbar: Alle acht Ausstellungshallen waren belegt, und die Veranstalter kündigten an, dieses Format auch in den kommenden Jahren beizubehalten. Besonders Start-ups und Innovationen standen im Fokus – die Zahl der Aussteller in diesem Bereich stieg um 40 Prozent. Die Besucher informierten sich über KI-gestützte Energielösungen, fortschrittliche Sicherheitsstandards für intelligente Zähler sowie bidirektionale Ladetechnologien.
Auch aktuelle Markttendenzen prägten die Diskussionen. Die derzeitigen Preise im Photovoltaiksektor haben die Nachfrage nach Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs) gedämpft – es wurden weniger Verträge abgeschlossen und geringere Mengen gehandelt. Gleichzeitig gewannen Speichersysteme hinter dem Zähler an Fahrt: Mittlerweile konkurrieren sechs Anbieter in dieser Nische.
Die Debatte um das Netzpaket dominierte viele Gespräche. Der geleakte Entwurf sieht Maßnahmen vor, die den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie von Speichersystemen behindern könnten. Branchenvertreter kritisierten zudem die rückwirkenden Netzentgeltbefreiungen der Bundesnetzagentur und warnten, diese könnten vor Gericht scheitern und bei Investoren für Verunsicherung sorgen. Bisher gab es seit der Vorstellung des Entwurfs auf der E-World 2024 weder von der Bundesregierung noch aus dem Bundestag eine offizielle Stellungnahme.
Die E-World 2023 zeigte sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen in der Energiewirtschaft. Die Rekordbeteiligung und die erweiterten Themenschwerpunkte spiegeln das wachsende Interesse an neuen Technologien wider. Doch die Bedenken gegenüber politischen Vorhaben wie dem Netzpaket oder den Netzentgeltbefreiungen bleiben ungelöst.
Der Erfolg der Veranstaltung deutet auf anhaltenden Schwung in der Energieinnovation hin. Dennoch beobachten Branchenakteure gespannt, wie sich die regulatorischen Diskussionen in den kommenden Monaten entwickeln werden.
E-World 2027 confirmed for Essen – next chapter in energy innovation
The E-World energy & water fair has confirmed its next edition for 16–18 February 2027 in Essen. This follows through on the 2023 event's success, which saw record exhibitor numbers and expanded themes. The 2027 dates align with the fair's commitment to maintaining its enlarged format, as announced in the original report. The event will continue to focus on innovations in renewable energy, smart technologies, and grid solutions.





