Ehrenamtliches Engagement für Erinnerungskultur: Dr. Seligmanns Lebenswerk in der Villa ten Hompel gewürdigt
Branko TlustekEhrenamtliches Engagement für Erinnerungskultur: Dr. Seligmanns Lebenswerk in der Villa ten Hompel gewürdigt
Dr. Michael Seligmann wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement bei der Bewahrung des Gedenkens an NS-Verbrechen und der Förderung der Demokratie ausgezeichnet. Seine Arbeit in der Gedenkstätte Villa ten Hompel in Münster wurde als prägend für deren Entwicklung über 24 Jahre hinweg gewürdigt. Die Stabilität und der Ausbau der Einrichtung sind maßgeblich seinem Einsatz und der Unterstützung lokaler Ehrenamtlicher zu verdanken.
Von 1998 bis 2022 leitete Dr. Seligmann den Trägerverein der Gedenkstätte Villa ten Hompel. Unter seiner Führung sicherte der Verein die Finanzierung und den Betrieb der Gedenkstätte und festigte deren Rolle in der historischen Bildung und Erinnerungskultur. Die Einrichtung pflegt enge Verbindungen zu Yad Vashem in Jerusalem und stärkt so ihr Anliegen, historische Aufklärung mit gegenwärtigen demokratischen Werten zu verbinden.
Unterdessen schreiten die Pläne für ein Yad-Vashem-Bildungszentrum in Deutschland voran. Das Projekt steht im Zeichen des 60. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Drei Bundesländer – Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen – bewerben sich um den Standort, wobei Zwickau in Sachsen bereits früh aus dem Auswahlverfahren ausschied. Eine endgültige Entscheidung über den Standort wird für die erste Hälfte 2026 erwartet. Bei einer Genehmigung könnte das Zentrum innerhalb von zwei bis drei Jahren seinen Betrieb aufnehmen. Nordrhein-Westfalen gilt aufgrund seiner bestehenden Infrastruktur und historischen Bedeutung als aussichtsreicher Kandidat.
Die Auszeichnung unterstreicht Dr. Seligmanns nachhaltigen Einfluss auf Erinnerungskultur und Bildung. Die Arbeit der Villa ten Hompel bleibt weiterhin auf das Engagement von Ehrenamtlichen und die Zusammenarbeit mit Institutionen wie Yad Vashem angewiesen. Das geplante Bildungszentrum wird die Bemühungen um historische Aufklärung und die Stärkung der Demokratie in Deutschland weiter ausbauen.






