Einbürgerung in Deutschland: Ohne Pass wird es schwierig – neues Urteil bestätigt strenge Regeln
Aneta WilmsenEntscheidung: In der Regel muss Identität bei Naturalisierung in Deutschland nachgewiesen werden - Einbürgerung in Deutschland: Ohne Pass wird es schwierig – neues Urteil bestätigt strenge Regeln
Überschrift: Urteil: Nachweis der Identität in der Regel Voraussetzung für Einbürgerung in Deutschland
Teaser: Urteil: Identitätsnachweis meist Pflicht für Einbürgerung in Deutschland
Vorspann: Urteil: Identitätsnachweis in der Regel für Einbürgerung erforderlich
Veröffentlichungsdatum: 18. Dezember 2025, 14:49 Uhr
Artikeltext: Ein Syrer, der seit 2014 in Deutschland lebt, hat in seinem Bemühen um die deutsche Staatsbürgerschaft einen Rückschlag erlitten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied, dass der Reisepass weiterhin das primäre Dokument zum Identitätsnachweis in Einbürgerungsverfahren bleibt. Damit wurde ein früheres Urteil aufgehoben, das dem Antragsteller entgegengekommen war.
Im Mittelpunkt des Falls steht ein 30-jähriger Syrer, der 2014 nach Deutschland kam und die Einbürgerung beantragte. Die Behörden in Mettmann, Nordrhein-Westfalen, lehnten seinen Antrag ab, weil er sich weigerte, einen syrischen Pass zu beantragen. Stattdessen legte er alternative Dokumente vor, etwa einen Ersatzreiseausweis oder einen Personalausweis.
Das Urteil bestätigt die Regelung, dass ein Pass in der Regel als Standardnachweis für die Identität in deutschen Einbürgerungsverfahren gilt. Antragsteller ohne Pass müssen nun nachweisen, dass sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, bevor alternative Dokumente berücksichtigt werden. Der Fall wird nun an das Verwaltungsgericht Düsseldorf zurückverwiesen, um die Situation des Mannes eingehender zu prüfen.






