Elektroautos überholen Verbrenner: Deutschlands Automobilwende bis 2030
Aneta WilmsenElektroautos überholen Verbrenner: Deutschlands Automobilwende bis 2030
Der deutsche Automarkt steht in den kommenden Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen. Elektrofahrzeuge werden bald Verbrennungsmotoren überholen – Prognosen zeigen einen rasanten Wandel in der Nachfrage. Bis 2030 könnten mehr als 40 Prozent aller Neuwagen in Deutschland rein batteriebetriebene Modelle sein.
Die Umstellung hat bereits begonnen. 2025 wird der Markt voraussichtlich stabil bleiben, mit rund 2,82 Millionen neu zugelassenen Fahrzeugen. Doch ab 2026 beschleunigt sich das Wachstum, angetrieben durch höhere Ersatznachfrage und strengere CO₂-Vorgaben.
Die Neuzulassungen in Deutschland sollen 2026 auf drei Millionen steigen – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) werden dabei eine Schlüsselrolle spielen: Rund 708.000 Neuregistrierungen werden erwartet. Dieser Anstieg bringt E-Autos der Marktführerschaft bei den Antrieben ein großes Stück näher.
Auch der Flottenmarkt erlebt deutliche Veränderungen. Die Zulassungen von Dienstwagen sollen 2026 um zwölf Prozent zunehmen. Elektrofahrzeuge werden diesen Bereich anführen und fast 30 Prozent der Flottenverkäufe ausmachen. Analysten des Marktforschungsunternehmens Dataforce prognostizieren, dass E-Autos bis zum Ende des Jahrzehnts die Verbrenner im Gesamtmarkt dauerhaft überholen werden.
Der Wandel hin zur Elektromobilität prägt die deutsche Automobilindustrie neu. Mit verschärften Emissionszielen und wachsender Nachfrage stehen batteriebetriebene Fahrzeuge kurz davor, die Neuzulassungen bis 2030 zu dominieren. In den kommenden Jahren werden Hersteller und Käufer ihren Fokus zunehmend auf elektrische Alternativen richten.






