EU-Mercosur-Abkommen bringt Bergischer Wirtschaft neuen Schwung bis 2027
Klaudia GnatzEU-Mercosur-Abkommen bringt Bergischer Wirtschaft neuen Schwung bis 2027
EU-Mercosur-Freihandelsabkommen: Bergische IHK begrüßt historische Vereinbarung
Das im Dezember 2024 unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisches Land begrüßt. Die Vereinbarung soll vor allem Unternehmen der Maschinenbau-, Automobil- und Chemieindustrie in der Region neuen Auftrieb verleihen. Mit einer vorläufigen Anwendung zwischen 2026 und 2027 eröffnen sich Exporteuren aus dem Bergischen Land zusätzliche Chancen.
Das Abkommen schafft die größte Freihandelszone der Welt und umfasst über 700 Millionen Menschen. Europäische Unternehmen erhalten damit besseren Zugang zu einem Markt mit rund 260 Millionen Verbrauchern in Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Zölle auf Industriegüter – darunter Autos, Autoteile und Maschinen – werden schrittweise abgeschafft, was die Kosten für Exporteure senkt.
Nordrhein-Westfalen exportiert bereits jetzt jährlich Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro in die Mercosur-Staaten. Durch das Abkommen könnten die EU-Exporte in die Region um bis zu 39 Prozent steigen, wobei besonders deutsche Branchen wie der Maschinenbau, die Chemie- und die Pharmaindustrie profitieren dürften. Zwar werden keine konkreten Unternehmen aus dem Bergischen Land als direkte Nutznießer genannt, doch kleine und mittlere Betriebe der Region werden voraussichtlich von den verbesserten Marktzugängen profitieren.
Daria Stottrop, Leiterin der Abteilung Internationales Geschäft der IHK, betonte die positiven Effekte auf lokale Lieferketten und das Wirtschaftswachstum. Curt Mertens, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Außenwirtschaft, hob zudem die Bedeutung des Abkommens für einen offenen, regelbasierten Handel hervor.
Die schrittweise Abschaffung der Zölle wird die Kosten für Hersteller und Zulieferer im Bergischen Land senken. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie können von dem erleichterten Marktzugang in den Mercosur-Staaten profitieren. Mit der vollständigen Umsetzung des Abkommens werden sich die Handelsbeziehungen zwischen Europa und Südamerika weiter festigen.






