Ex-OB-Kandidat Felsch wechselt zur IHK Köln und stärkt die Wirtschaft in Leverkusen
Aneta WilmsenEx-OB-Kandidat Felsch wechselt zur IHK Köln und stärkt die Wirtschaft in Leverkusen
Alexander Felsch, ehemaliger Oberbürgermeisterkandidat in Bergisch Gladbach, übernimmt eine neue Position bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln. Ab Mitte März wird er als Bereichsleiter für "Wirtschaft und Politik" tätig sein und gleichzeitig die Leitung des IHK-Büros in Leverkusen/Rhein-Berg übernehmen. Der Wechsel folgt auf seine knappe Niederlage bei der Oberbürgermeisterwahl im vergangenen Jahr.
Felschs politische Laufbahn nahm im September 2025 eine Wendung, als er die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Bergisch Gladbach gegen Marcel Kreutz (SPD/Grüne) mit nur 0,82 Prozentpunkten Unterschied verlor. Nach der Niederlage kehrte er zunächst in seine vorherige Position als Geschäftsführer von unternehmer nrw in Düsseldorf zurück, bevor er das Angebot der IHK Köln annahm.
Seine neue Rolle baut auf mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in Wirtschafts- und Umweltpolitik auf, darunter elf Jahre bei unternehmer NRW. IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein bezeichnete Felsch als "außerordentlich wertvolle Verstärkung" und hob seine Expertise in den Bereichen Industrie, Energie, Klima und Infrastruktur hervor.
Felsch nannte den regionalen Einfluss der Kammer sowie seine persönliche Verbundenheit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis als entscheidende Gründe für den Wechsel. Er plant, eng mit lokalen Unternehmen zusammenzuarbeiten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und politischen Gestaltungsmöglichkeiten zu verbessern.
Seit Februar 2026 leitet er bereits das zuvor unbesetzte IHK-Büro in Leverkusen/Rhein-Berg. Der Wechsel erfolgt in einer Phase leichter politischer Veränderungen in Bergisch Gladbach, darunter die Auflösung der Fraktion der Bürgerpartei GL, wobei bisher keine größeren neuen Wirtschaftsinitiativen für die Region angekündigt wurden.
Mit Felschs Ernennung stärkt die IHK Köln ihre Führungskompetenz in wirtschaftlichen und politischen Fragen. Sein politisches Know-how und seine regionalen Netzwerke werden seine Arbeit mit Unternehmen in Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis prägen. Die Kammer erwartet, dass seine Erfahrung in den kommenden Jahren die lokale Wirtschaftsentwicklung fördern wird.






