13 January 2026, 00:20

Falschgeld-Welle trifft kleine Läden: Wie Betrüger Bäckereien und Kioske ausnutzen

Ein altes deutsches Geldschein mit einem Siegel, das die Denomination anzeigt, vor einem schwarzen Hintergrund.

Falschgeld-Welle trifft kleine Läden: Wie Betrüger Bäckereien und Kioske ausnutzen

Falschgeld bereitet kleinen Unternehmen in Deutschland zunehmend Sorgen

Eine Bäckereikette in Hagen entdeckte kürzlich gefälschte 10-Euro-Scheine im Umlauf – seitdem werden Bargeldkontrollen strenger durchgeführt. Die Behörden warnen, dass Kriminelle gezielt Läden wie Bäckereien und Kioske aufsuchen, um Falschgeld unterzubringen.

Erst am vergangenen Wochenende beschlagnahmte die Grenzpolizei bei Passau rund 1.400 Euro in gefälschten Banknoten – die größte Einzelkonfiszierung in Deutschland in diesem Jahr.

Doch das Problem beschränkt sich nicht auf Hagen. Allein im ersten Halbjahr 2025 zog die Bundesbank etwa 36.000 Blüten im Wert von über zwei Millionen Euro aus dem Verkehr. Zwar bleibt der 50-Euro-Schein die am häufigsten gefälschte Stufung, doch auch kleinere Scheine wie 5-, 10- und 20-Euro-Noten tauchen vermehrt auf.

In der Hagener Bäckerei wird nun jeder Geldschein genau geprüft. Verkäuferin Mavrici Xhemile achtet auf erhabene Druckelemente, Wasserzeichen und Hologramme – die üblichen Sicherheitsmerkmale. Inhaberin Stefanie Kamp hat sogar Aushänge angebracht, in denen sie sich für Verzögerungen durch die zusätzlichen Kontrollen entschuldigt. Isabelle Rust von der Hagener Polizei rät allen Unternehmen, das Bargeld direkt an der Kasse zu überprüfen. Viele Falschgeldscheine würden unentdeckt bleiben, so die Beamtin – die 300 beschlagnahmten Blüten des Vorjahres seien vermutlich nur ein Bruchteil der tatsächlichen Menge. Sobald Falschgeld erkannt wird, muss es aus dem Verkehr gezogen werden, oft auf Kosten der Geschäftsinhaber, die Gebühren an Geldtransportunternehmen zahlen müssen.

Doch nicht nur kleine Transaktionen sind betroffen: Bei einer Routinekontrolle auf der A3 bei Passau beschlagnahmte die Grenzpolizei kürzlich rund 1.400 Euro in gefälschten Banknoten – die höchste in Deutschland im Jahr 2026 bisher registrierte Menge. Dies unterstreicht das Ausmaß des Problems.

Unternehmen müssen nicht nur finanzielle Verluste hinnehmen, sondern auch zusätzlichen Aufwand betreiben. Bundesbank und Polizei mahnen zur Wachsamkeit, da Falschgeld weiterhin in Läden und an Grenzen im Umlauf ist. Ohne sorgfältige Prüfung riskieren Betriebe, gefälschte Scheine unbewusst anzunehmen – und am Ende selbst für deren Entsorgung zu bezahlen.

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