FDP nach Debakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermanns riskanter Doppelspitzen-Plan scheitert an Kubicki
Branko TlustekFDP nach Debakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermanns riskanter Doppelspitzen-Plan scheitert an Kubicki
FDP-Debakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermann wirbt für Doppelspitze – Kubicki sagt ab
Die enttäuschende Niederlage der FDP bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg hat eine Debatte über die künftige Führung der Partei ausgelöst. Nach dem Verlust aller 18 Mandate überlegen führende Vertreter, wie das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen werden kann. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat einen gemeinsamen Führungsantrag ins Spiel gebracht – doch ihr erster Wunschkandidat hat bereits abgesagt.
Die FDP erlebte in Baden-Württemberg eine herbe Schlappe: Mit einem Verlust von 6,08 Prozentpunkten kam die Partei nur noch auf 4,38 Prozent der Stimmen. Damit verfehlte sie die Fünf-Prozent-Hürde und verlor sämtliche 18 Sitze im Landtag. Die Niederlage hat die Forderungen nach einem Kurswechsel in der Partei verschärft.
Strack-Zimmermann reagierte mit dem Vorschlag einer Doppelspitze, um neues Vertrauen zu schaffen. Zunächst wandte sie sich an Wolfgang Kubicki, den sie als gradlinigen und erfahrenen Politiker bezeichnete. Doch Kubicki lehnte das Angebot am Montag ab und machte damit diese Option zunichte.
Ungeschoren davon lässt sich Strack-Zimmermann nicht: Sie bleibt offen für ein gemeinsames Ticket und hat nun den FDP-Vizevorsitzenden Henning Höne als alternativen Partner vorgeschlagen. Sie sieht in Höne die Zukunft der Partei und ist überzeugt, dass ihre kombinierten Stärken eine breitere Wählerschaft ansprechen könnten. Zugleich wies sie Gerüchte über persönliche Spannungen mit Kubicki zurück und betonte, eine Zusammenarbeit zwischen ihnen – und Höne – wäre nur logisch.
Strack-Zimmermann argumentiert, dass ein Führungsduo der FDP helfen könnte, sich zu erholen. Sie und Kubicki ergänzten sich ideal, da sie unterschiedliche Wählergruppen ansprächen. Die Gespräche knüpfen an frühere Absprachen mit Kubicki nach der Wahl an, bei denen sie bereits eine gemeinsame Kandidatur erörtert hatten.
Nun steht die FDP vor einer Führungsentscheidung – nach dem schlechtesten Ergebnis in Baden-Württemberg. Strack-Zimmermanns Plan für eine Doppelspitze bleibt auf dem Tisch, auch wenn Kubicki sich bereits aus dem Rennen genommen hat. Die nächsten Schritte der Partei werden zeigen, ob es gelingt, vor künftigen Wahlen wieder an Zuspruch zu gewinnen.






