07 February 2026, 20:25

Filmförder-Reform: Streamingdienste müssen 8 Prozent ihrer Einnahmen in deutsche Produktionen investieren

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und verschiedenen Gegenständen, das Text am unteren Bildrand zeigt.

Filmförder-Reform: Streamingdienste müssen 8 Prozent ihrer Einnahmen in deutsche Produktionen investieren

Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Filmförderung geeinigt und damit neue Investitionsregeln für Streamingdienste und Sender festgelegt. Demnach müssen diese Unternehmen künftig mindestens 8 Prozent ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in die Produktion stecken. Ziel der Maßnahme ist es, die Finanzierung europäischer und deutscher Filme zu stärken – mit besonderem Fokus auf heimische Inhalte.

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Die Reform führt strenge Vorgaben ein, wofür die Gelder verwendet werden müssen. Ein Teil der 8 Prozent fließt zwingend in europäische Produktionen, wobei weitere Unterquoten für deutschsprachige Projekte gelten. Unternehmen, die mehr als 12 Prozent ihres Umsatzes investieren, können individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen treffen.

Nordrhein-Westfalen (NRW) profitiert besonders von den Neuerungen. Das Land ist bereits führend in Deutschlands Film- und Fernsehbranche und verantwortete 2024 ganze 44 Prozent aller gedrehten Minuten. Seit 2022 ist der Anteil an der nationalen Produktion um zwei Prozentpunkte gestiegen. Mit 158 aktiven Produktionsfirmen – viele davon in Köln ansässig – hat sich die Region auf digitale und On-Demand-Inhalte spezialisiert.

NRWs Medienminister Nathanael Liminski begrüßte die Reformen. Er betonte, dass davon nicht nur große, sondern auch kleinere Studios profitieren würden. Zudem erhöht das neue Gesetz die jährliche Förderung für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro.

Bayern folgt mit 19 Prozent an der deutschen Produktionsleistung, während Berlin 13 Prozent beisteuert.

Die Reform zwingt Streamingdienste und Sender, mehr Geld in die Filmproduktion zu lenken. NRW, als wichtigster Produktionsstandort des Landes, dürfte seinen ohnehin schon dominierenden Sektor weiter ausbauen. Gleichzeitig sichern die Änderungen, dass ein größerer Teil der Mittel in deutschsprachige und europäische Projekte fließt.