12 February 2026, 16:43

Frau übernimmt erstmals seit 200 Jahren die Mainzer Karnevalsrevue – mit scharfer Satire gegen Merz und Trump

Plakatankündigung eines Festivals in München mit einem Bild einer Frau mit menschlichem Gesicht, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Frau übernimmt erstmals seit 200 Jahren die Mainzer Karnevalsrevue – mit scharfer Satire gegen Merz und Trump

Zum ersten Mal seit fast 200 Jahren hat eine Frau die Leitung der Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Faschingsrevue übernommen. Christina Grom führte durch das Protokoll der Veranstaltung und brachte mit scharfer Satire frischen Wind in die diesjährige Aufführung. Die traditionsreiche Karnevalssitzung, bekannt für ihren politischen Humor, nahm erneut hochkarätige Persönlichkeiten aufs Korn.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Fokus der Revue gewandelt. Standen früher vor allem lokale Politiker wie der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Carl-Dieter Spranger im Mittelpunkt, richtet sich der Spott heute an nationale und internationale Spitzenkräfte. In den letzten Jahren wurden Kanzler Olaf Scholz, Finanzminister Christian Lindner und CDU-Chef Friedrich Merz auf die Schippe genommen – begleitet von Themen wie Inflation, Energiekrise und Migrationsdebatten.

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Groms Satire zielte in diesem Jahr auf Kanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den früheren US-Präsidenten Donald Trump. Sie schlug vor, der Himmel solle Trump mit der Gutenberg-Bibel "einen ordentlichen Schlag" verpassen – eine Anspielung auf Washington und Mainz, die Geburtsstadt des Buchdruckpioniers Johannes Gutenberg.

Andreas Schmitt, langjähriger Moderator der Veranstaltung, kehrte nach einer gesundheitsbedingten Pause 2024 zurück. Als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms beendete er die Show und übermittelte Papst Leo XIV. die besten Wünsche für mehr Gleichberechtigung. Schmitt scherzte zudem über eine mögliche Papst Ulrike, die eines Tages Urbi et Orbi segnen könnte – ein Seitenhieb auf die "Kardinalsünden" der umstrittenen Kardinäle Müller und Woelki.

Jürgen Wiesmann feierte sein 25-jähriges Jubiläum als Ernst Lustig, eine beliebte Karnevalsfigur. Die anhaltende Popularität der Rolle bereichert die Revue mit einer Mischung aus Tradition und zeitgenössischer Satire.

Die Ausgabe 2025 brach mit der Tradition, indem Grom als erste Frau seit zwei Jahrhunderten die Protokollführung übernahm. Die Veranstaltung festigte ihren Ruf für mutigen politischen Humor und verband dabei lokales Erbe mit globaler Kommentierung. Wie jedes Jahr zog die Karnevalssitzung mit ihrer Mischung aus Spott und Spektakel die Aufmerksamkeit auf langjährige Probleme und aktuelle Themen.