20 February 2026, 10:27

Fünf NRW-Kommunen starten digitale Plattform Urban Stack für effizienten Datenaustausch

Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Verkehrszeichen, Gebäuden mit Schildern, Topfpflanzen und einem bewölkten Himmel.

Fünf NRW-Kommunen starten digitale Plattform Urban Stack für effizienten Datenaustausch

Fünf Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um eine gemeinsame digitale Plattform namens Urban Stack zu starten. Entwickelt von der Stadt Gütersloh, soll das System den Datenaustausch zwischen den Gemeinden verbessern. Das Projekt hat bereits auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in der gesamten Region Aufmerksamkeit erregt.

Der Urban Stack ist darauf ausgelegt, Städten und Kreisen zu helfen, Daten effizienter zu erfassen, zu verwalten und auszutauschen. In der ersten Phase liegt der Fokus auf sensorbasierten Messungen, darunter Fußgängeraufkommen, Hochwassermonitoring und Mikroklimastationen. Jede beteiligte Kommune – der Kreis Gütersloh, Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold – behält dabei die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und entscheidet selbst, wer darauf zugreifen darf.

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Die Plattform umfasst zudem ein Open-Data-Portal, über das Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen öffentliche Informationen einsehen können. Durch die gebündelten Ressourcen wollen die Kommunen ihre Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen verringern und eigene digitale Lösungen entwickeln. Während der Pilotphase zahlt jede Behörde eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto), die die Einrichtung und Sensorintegration abdeckt.

Nach Abschluss der Testphase im Jahr 2026 soll der Urban Stack in eine formale Rechtsstruktur überführt werden. Bisher haben sich bis Ende 2024 keine weiteren deutschen Kommunen offiziell dem Projekt angeschlossen oder Interesse bekundet.

Die Kooperationsvereinbarung markiert einen Schritt in Richtung einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für die fünf beteiligten Behörden. Der Erfolg des Urban Stack in Gütersloh hat bereits Diskussionen auf Fachveranstaltungen angestoßen. Bei einer Ausweitung könnte die Plattform die Art und Weise verändern, wie lokale Behörden künftig mit Daten und Technologie umgehen.