08 February 2026, 16:21

Gedenkmarsch in Dortmund: Fünf Obdachlose starben diesen Winter – und die Stadt steht in der Kritik

Eine Gruppe von Menschen marschiert eine von Bäumen gesäumte Straße entlang und hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus", mit einem Gebäude im Hintergrund.

Gedenkmarsch in Dortmund: Fünf Obdachlose starben diesen Winter – und die Stadt steht in der Kritik

Gedenkmarsch in Dortmund für fünf obdachlose Menschen, die diesen Winter starben

In Dortmund findet ein Gedenkmarsch statt, um fünf obdachlose Menschen zu ehren, die in diesem Winter ums Leben kamen. Die Veranstaltung steht im Kontext wachsender Forderungen nach besserer Unterstützung und Wohnlösungen für die Obdachlosen der Stadt. Aktivist:innen und Betroffene drängen auf Änderungen der lokalen Politik.

Die Todesfälle haben die Kritik an Dortmunds Umgang mit Obdachlosigkeit neu entfacht. Eines der Opfer, Marlies S., eine ehemalige Sozialarbeiterin, starb, nachdem sie aufgrund städtischer Vorschriften ihren gewohnten Schlafplatz verlassen musste. Ihr Fall steht in Verbindung mit der Initiative "Schlafen statt Bestrafen", die argumentiert, dass die aktuellen Regelungen Leben gefährden, statt zu helfen.

Der Dortmunder Obdachlose Stefan Cramer, der seit neun Jahren auf der Straße lebt, sieht Wohnraum als einzige echte Lösung. Derzeit übernachtet er in einem Abstellraum, hofft aber bald eine Wohnung zu finden. Seine Erfahrungen spiegeln die Schwierigkeiten wider, mit denen viele bei der Suche nach einem sicheren Obdach konfrontiert sind.

Die Organisator:innen des Gedenkmarsches fordern sofortiges Handeln. Zu ihren Forderungen gehören mehr öffentliche Toiletten, uneingeschränkt zugängliche Notunterkünfte und durchgehend geöffnete Wärmehallen. Zudem verlangen sie einen Kältebus und ein Ende der Gesetze, die das Schlafen im Freien unter Strafe stellen. Während die Dortmunder Polizei von einem "ausgewogenen Ansatz" spricht – eine Mischung aus Kontrolle, Prävention und Unterstützung –, betonen Aktivist:innen, dass mehr getan werden muss, um Obdachlosen Würde zu gewähren.

Städtische Verantwortliche zeigen zwar zunehmend Sensibilität für das Thema, doch die Initiator:innen bestehen auf konkrete Veränderungen. Der Gedenkmarsch dient sowohl als Ehrung der Verstorbenen als auch als dringender Appell für Reformen.

Die Veranstaltung lenkt den Blick auf die menschlichen Kosten der Obdachlosigkeit in Dortmund. Mit Forderungen nach besseren Unterkünften, Wohnraum und einem Stopp der Strafmaßnahmen rückt nun in den Fokus, ob die lokalen Behörden reagieren werden. Die Vorschläge der Initiative zielen darauf ab, sicherere und würdevollere Lebensbedingungen für Menschen auf der Straße zu schaffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones