Gedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegender Route
Aneta WilmsenGedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegender Route
Gedenkmarsch in Lünen: Rund 100 Menschen ehren Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 2026 versammelten sich in Lünen etwa 100 Menschen zu einem Gedenkmarsch, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die Veranstaltung fand anlässlich des bundesweiten Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt und führte zu historischen Orten in der Stadt.
Startpunkt war der Evangelische Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg in einer Ansprache die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur betonte. Sie unterstrich die fortwährende Verantwortung der Gesellschaft, das Andenken an die Verfolgten zu bewahren.
Die Route führte unter anderem an der Viktoriaschule, dem Hauptbahnhof sowie mehreren Stolpersteinen vorbei – darunter an die Borker Straße 5, wo am 11. Dezember 2025 sechs Steine für die jüdische Familie Rosenbaum verlegt worden waren. Ein weiterer Halt war die Holocaust-Gedenkstätte an der Lippe, bevor der Marsch im Gemeindezentrum St. Georg endete.
Bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit musikalischen Beiträgen des Lünen-Süd-Blasorchesters würdigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Opfer. Die Organisatoren – darunter die Initiative Stolpersteine Lünen, das Stadtmuseum und lokale Gästeführer – zeigten sich erfreut über die große Beteiligung. Künftig soll der Marsch als fester Bestandteil der Lünener Erinnerungskultur etabliert werden.
Die Veranstaltung unterstrich das Engagement der Stadt, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Mit Projekten wie der Verlegung weiterer Stolpersteine und der Planung künftiger Märsche festigt Lünen seine Kultur des Erinnerns.






