22 March 2026, 14:15

Geheime Atomtransportroute in NRW versehentlich 24 Stunden öffentlich einsehbar

Ein Plakat, das eine Karte der Vereinigten Staaten mit beschrifteten Bundesstaaten und ihren Kernkraftwerken zeigt, einschließlich einer Legende, die die farbcodierte Darstellung der Bundesstaaten erklärt.

Geheime Atomtransportroute in NRW versehentlich 24 Stunden öffentlich einsehbar

Empfindliche Details zu Atomtransportrouten in Deutschland sind diese Woche versehentlich an die Öffentlichkeit geraten. Die eigentlich als geheim eingestuften Informationen waren fast 24 Stunden lang online einsehbar, bevor sie wieder entfernt wurden. Wie es zu dem Fehler kommen konnte, haben die Behörden bisher nicht erklärt.

Am Mittwochabend zeigte die Digitale Plattform für unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums auf ihrer Website eine Drohnenflugverbotszone entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen an. Die markierte Zone erstreckte sich von Jülich bis Ahaus – exakt die Strecke, die für einen anstehenden Transport von hochradioaktivem Abfall in Castor-Behältern geplant ist. Solche Routen werden normalerweise geheim gehalten, um Terrorgefahr oder großangelegte Proteste zu verhindern.

Die Daten blieben bis Donnerstag sichtbar, ehe sie gelöscht wurden. Trotz wiederholter Nachfragen des WDR hat das Ministerium bisher keine Stellungnahme abgegeben. Unklar ist auch, ob für den Transport zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Dabei geht es um die Verbringung von Brennelementen aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager in Ahaus.

Der Vorfall wirft Fragen zum Umgang mit vertraulichen Informationen bei Hochrisiko-Transporten auf. Die Ursache für die Veröffentlichung ist weiterhin ungeklärt, eine offizielle Reaktion steht aus. Der Transport, der als mögliches Angriffsziel gilt, soll wie geplant stattfinden.

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