Glasfaserausbau stockt: Warum Deutsche Telekom trotz Rekordnetz auf Kundenzögerung stößt
Klaudia GnatzTelekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Glasfaserausbau stockt: Warum Deutsche Telekom trotz Rekordnetz auf Kundenzögerung stößt
Deutsche Telekom treibt Glasfaserausbau in Deutschland voran
Die Deutsche Telekom expandiert weiter mit ihrem Glasfasernetz in ganz Deutschland. Das Unternehmen hat Hochgeschwindigkeitsinternet nun für 11,8 Millionen Haushalte, Unternehmen und Behörden verfügbar gemacht. Dennoch kritisiert Konzernchef Tim Höttges trotz des Wachstums die zögerliche Nachfrage nach der neuen Technologie.
Laut Branchenangaben wird das Glasfaserinternet bis Ende 2024 theoretisch etwa 25 Millionen deutsche Haushalte, 4,3 Millionen Unternehmen und 380.000 öffentliche Einrichtungen erreichen. Doch nur 16,1 Prozent derjenigen, die Zugang haben, sind tatsächlich auf einen Glasfasertarif umgestiegen. Die meisten nutzen weiterhin ältere Anschlüsse über Telefonleitungen oder Kabelfernsehen.
Allein im dritten Quartal gewann die Deutsche Telekom 155.000 neue "Fibre to the Home"(FTTH)-Kunden hinzu. Gleichzeitig stieg der Gesamtumsatz des Konzerns im Jahresvergleich um 1,5 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro.
Höttges verwies auf Hindernisse beim Glasfaserausbau in Mehrfamilienhäusern. Er warf großen Vermietern vor, überhöhte Gebühren für den Installationszugang zu verlangen. Gleichzeitig forderte er die Politik auf, die Vorschriften für den Ausbau in Mehrparteienhäusern zu vereinfachen.
Das Glasfasernetz der Deutschen Telekom wächst zwar, doch die Nutzung bleibt verhalten. Das Unternehmen investiert weiterhin in die Infrastruktur und drängt auf regulatorische Änderungen. Ohne eine schnellere Umstellung könnte der Wechsel von älteren Internettechnologien noch Jahre dauern.






