08 January 2026, 22:32

Hans-Jochen Wagner über Kreuzbergs Wandel: „Das Herz des Kiezes schlägt anders“

Graffiti-bedeckter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Hans-Jochen Wagner über Kreuzbergs Wandel: „Das Herz des Kiezes schlägt anders“

Hans-Jochen Wagner, bekannt geworden durch seine Rolle als Kommissar Friedemann Berg im Tatort, lebt seit fast 25 Jahren in Berlins Kreuzberg. Der Schauspieler, der in Tübingen aufgewachsen ist, kam erstmals in den 1990er-Jahren in die Hauptstadt – zu einer Zeit, als das Viertel noch wild, kreativ und weit weniger gentrifiziert war als heute.

Wagner zog in den 1990er-Jahren nach Berlin, angezogen von Kreuzbergs roher Energie und dem künstlerischen Geist. Damals war der Kiez ein Anziehungspunkt für Kreative, Aktivisten und Menschen, die ein alternatives Leben suchten. Doch im Laufe der Jahre hat er miterlebt, wie sich der Stadtteil durch steigende Mieten und Gentrifizierung grundlegend veränderte.

Der Schauspieler, der seit 2017 den Tatort-Ermittler spielt, fürchtet nun, dass Kreuzberg seinen einzigartigen Mix aus Menschen verliert. Während das Viertel immer begehrter wird, kämpfen langjährige Anwohner und kleine Betriebe mit den explodierenden Lebenshaltungskosten. Wagner, politisch engagiert und Unterstützer der Grünen, setzt sich öffentlich für eine gerechtere Gesellschaft ein. Sein Berliner Zuhause teilt er mit seiner Frau, der Schauspielerin und Regisseurin Nana Neul. Gemeinsam haben sie den schleichenden Wandel eines Viertels erlebt, das einst für seine Offenheit und Vielfalt stand.

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Wagners Zeit in Kreuzberg umfasst fast ein Vierteljahrhundert – und gibt ihm einen direkten Einblick in die dramatischen Veränderungen des Kiezes. Die Entwicklung des Viertels spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen Deutschland steht: Bezahlbarer Wohnraum und Gemeinschaft geraten zunehmend unter Druck. Dennoch bleibt er dem Stadtteil verbunden, auch wenn sich sein Charakter weiter verändert.