Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro und setzt auf Spezialchemie
Branko TlustekHenkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro und setzt auf Spezialchemie
Henkel hat Pläne bekannt gegeben, den niederländischen Spezialchemie-Hersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro zu übernehmen. Der Schritt markiert eine deutliche strategische Neuausrichtung des Konzerns, der damit seine Position in hochmargigen Industriesegmenten stärken will. Investoren reagierten positiv: Nach Bekanntwerden der Nachricht stiegen Henkels Aktien um etwa 1 %.
Die Übernahme wird das Klebstoffgeschäft von Henkel deutlich ausbauen und fast eine Milliarde Euro zusätzlichen Jahresumsatz generieren. Stahls Expertise im Bereich Spezialchemie ergänzt das bestehende Portfolio von Henkel, insbesondere in der Elektronikfertigung und in Automobilanwendungen. Bereits vor diesem Deal verfügte Henkel über eine starke Marktposition bei kritischen Klebstoffen, während Wettbewerber wie 3M, Huntsman und BYK-Chemie in ihren jeweiligen Nischen stabil blieben.
Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betonte die strategische Bedeutung des Kaufs. Durch die Integration von Stahl und ATP Adhesive Systems strebt Henkel eine Führungsrolle bei hochpräzisen Industrielösungen an. Die Neuausrichtung ist Teil eines größeren Plans, die Abhängigkeit von schwächer performenden Konsumgütermarken zu verringern und sich stattdessen auf profitablere Industriemärkte zu konzentrieren.
Der Deal festigt Henkels Stellung in den Bereichen Industrieklebstoffe und Spezialchemie. Mit der Technologie und der Kundenbasis von Stahl erhofft sich das Unternehmen Wettbewerbsvorteile in Branchen wie der Elektronik- und Automobilproduktion. Die Investition von 2,1 Milliarden Euro unterstreicht das langfristige Engagement für das Wachstum in hochmargigen Industriesegmenten.






