21 April 2026, 10:15

Hitlers Parade-Mercedes bleibt unverkauft – trotz Millionengebot

Vintage 1920er-Jahre-Mercedes-Benz-Plakat mit einem klassischen Auto vor einem modernen Gl├Ąserturm, mit zwei Personen im Auto und fetter schwarzer Schrift, die 'Mercedes-Benz' lautet.

Hitlers Parade-Mercedes bleibt unverkauft – trotz Millionengebot

Ein seltener Mercedes-Benz 770 (W 150), der einst von Adolf Hitler für Paraden genutzt wurde, kam in den USA unter den Hammer. Der historische Wagen, bekannt als der "Große Mercedes", zog großes Interesse auf sich, fand jedoch keinen Käufer, da das höchste Gebot hinter den Erwartungen zurückblieb.

Das Fahrzeug gehört zu nur 88 jemals gebauten Exemplaren des Mercedes-Benz 770. Angetrieben von einem 7,7-Liter-Reihenchmotor mit acht Zylindern leistete es 230 PS und wog bis zu fünf Tonnen. Mit einer Länge von sechs Metern war es für Paraden auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (50 mph) begrenzt.

Hitler nutzte dieses Modell häufig zwischen 1939 und 1943, oft um ausländische Staatschefs zu transportieren. 1940 fuhr er damit durch München, an seiner Seite Benito Mussolini, bevor er den Wagen später im selben Jahr für eine Siegparade in Berlin einsetzte. Das Fahrzeug war nach seinen Vorgaben umgebaut worden, mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen.

Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark, die Siebensitzer-Variante 47.500 Reichsmark – heute wären das inflationsbereinigt etwa 182.000 bzw. 196.000 Euro. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten den Wagen und brachten ihn in die USA, wo er seither in exzellentem Zustand erhalten blieb.

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Bei der Auktion stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen US-Dollar. Obwohl Experten dies als angemessen bewerteten – die Schätzungen lagen zwischen sieben und neun Millionen –, lehnte der Verkäufer das Angebot ab.

Der Mercedes-Benz 770 bleibt eines der wenigen erhaltenen Paradefahrzeuge Hitlers. Die Versteigerung unterstreicht die anhaltende Faszination für historische Militärobjekte. Vorerst verbleibt der Wagen in Privatbesitz und wartet auf einen künftigen Verkauf.

Quelle