Hunderte protestieren gegen Atommüll-Transporte in Bottrop am 1. Oktober 2023
Branko TlustekHunderte protestieren gegen Atommüll-Transporte in Bottrop am 1. Oktober 2023
Rund 100 Atomkraftgegner werden am 1. Oktober 2023 in Bottrop auf die Straße gehen, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die Demonstration soll die Bedenken gegen den Transport von 152 Lkw-Ladungen Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus in den Fokus rücken, den Aktivisten als ernsthafte Gefahr einstufen.
Die Kundgebung beginnt um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Die Organisatoren mussten sich die Genehmigung erstreiten, um Brücken über die Autobahn zu überqueren, nachdem die Polizei zunächst Bedenken wegen der Verkehrssicherheit geäußert hatte. Eine kurzfristige Gerichtsentscheidung ermöglichte es, dass der Demonstrationszug wie geplant durch Wohngebiete in Bottrop-Fuhlenbrock verlaufen kann.
Die Aktivisten, unterstützt von der nordrhein-westfälischen Landesgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW), haben zudem rechtliche Schritte gegen die Transporte eingeleitet. Eine separate Klage, die der Anwalt Wilhelm Achelpöhler am 22. Januar 2026 beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eingereicht hat, richtet sich gegen eine zuvor von den Behörden verfügte Routenänderung für eine ähnliche Protestaktion. Offizielle Termine für die Castor-Transporte stehen bisher noch nicht fest. Die Demonstranten fordern die Abschaffung der Transporte und verweisen auf mögliche Gefahren durch radioaktive Strahlung. Ihr Marsch soll als sichtbarer Protest gegen das laufende Genehmigungsverfahren für die Abfalltransporte dienen.
Die Demonstration spiegelt den wachsenden Widerstand gegen die Atommülltransporte wider. Während rechtliche Auseinandersetzungen laufen und die öffentliche Ablehnung zunimmt, bleibt die Debatte über die Sicherheit und Notwendigkeit dieser Transporte umstritten. Das Ergebnis des Protests und der anhängigen Klagen könnte künftige Entscheidungen über den Transport radioaktiver Stoffe in der Region beeinflussen.






