„Jagd & Hund“ in Dortmund: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Kritik
Aneta WilmsenJagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ in Dortmund: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Kritik
Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund startet am Dienstag in Dortmund
Vom Dienstag bis Sonntag öffnet in Dortmund die Jagd & Hund, die größte Jagdmesse Europas. Die Veranstalter erwarten Zehntausende Besucher, die das Angebot von über 700 Ausstellern erkunden werden. Gezeigt wird alles – von Schusswaffen bis hin zu Debatten über Artenschutz. Doch die Messe ist nicht unumstritten.
Vertreten sind 36 Länder, darunter offizielle Delegationen aus Botswana, Simbabwe und Namibia. Umweltministerien, Botschaften und Jagdverbände dieser Staaten werben mit Angeboten für internationale Jäger. Besonders die Fokussierung auf afrikanische Trophäenjagd hat bereits Kritik ausgelöst.
Täglich werden über 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen in Vorführungen zu sehen sein. Besucher können zudem Deutschlands beste Hirschrufer im Wettbewerb erleben oder beim Wild Food Festival Gerichte aus Wildbret probieren. Köche bereiten Reh, Wildschwein und andere Wildfleischspezialitäten im Rahmen des kulinarischen Programms zu. Neben traditionellem Handwerk präsentiert die Messe auch moderne Jagdausrüstung: Hochtechnologie-Equipment, Gewehre und geländegängige Fahrzeuge stehen im Fokus. Zu den Hauptzielgruppen zählen Deutschlands 468.000 Jäger mit gültigem Jagdschein – allein in Nordrhein-Westfalen sind es fast 100.000.
Die Dortmunder Ausstellung vereint Tradition und Innovation der Jagdwelt. Mit internationalen Ausstellern und Live-Demonstrationen bleibt sie ein zentraler Branchentreff. Doch die Bewerbung der Trophäenjagd sorgt dafür, dass die Messe weiterhin öffentlich diskutiert wird.






