14 January 2026, 18:43

Jugendkriminalität in NRW sinkt – doch die Zahl junger Opfer steigt deutlich an

Ein altes Kartenblatt von Westfalen auf einem Stück Papier, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen über die Region und ihre Einwohner bereitstellt.

Mehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW sinkt – doch die Zahl junger Opfer steigt deutlich an

Der aktuelle Kriminalitätsbericht zur Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen ist vom Landeskriminalamt (LKA NRW) veröffentlicht worden. Die für 2024 vorliegenden Daten zeigen ein gemischtes Bild: Zwar ging die Jugendkriminalität insgesamt um 10,4 % zurück, doch stieg die Zahl junger Opfer auf 76.675 an.

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Der Bericht verdeutlicht Verschiebungen sowohl bei den Straftaten als auch bei der Opferrolle unter den unter 21-Jährigen im gesamten Bundesland.

Die Anzahl der Tatverdächtigen in dieser Altersgruppe sank 2024 in allen Kategorien. Bei Kindern verringerte sich die Beteiligungsrate um 5,2 %, bei Jugendlichen um 7,7 %. Besonders stark war der Rückgang bei jungen Erwachsenen mit einem Minus von 8,4 %. Insgesamt ging die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % zurück.

Trotz des allgemeinen Rückgangs gab es in einigen Deliktbereichen Zunahmen: Körperverletzungen stiegen um 2,5 %, Erpressungen um 2,9 % und Beleidigungen um 9,2 %. Den größten Anstieg verzeichneten Ausschreitungen mit einem Plus von 61,1 %. Gleichzeitig verzeichnet der Bericht einen langfristigen Rückgang bei Alkoholdelikten. Während es 2015 noch 10.300 solche Fälle gab, sank die Zahl bis 2024 auf weniger als 3.700. Unter den Tatverdächtigen waren 72 % männlich und 28 % weiblich. Die Zahl junger Opfer stieg hingegen um 2,1 % auf 76.675 – davon 54,7 % männlich und 45,3 % weiblich.

Der Bericht 2024 bestätigt den anhaltenden Rückgang der Jugendkriminalität mit weniger unter 21-jährigen Tatverdächtigen. Gleichzeitig stellen der Anstieg junger Opfer sowie bestimmte Deliktformen wie Ausschreitungen und Körperverletzungen die Behörden vor neue Herausforderungen.

Die zuständigen Stellen werden die Daten nun auswerten, um auf die sich abzeichnenden Trends in Jugendkriminalität und Opferzahlen zu reagieren.