29 January 2026, 22:31

Kerstinghaus in Solingen: Bürger fordern Mitsprache bei der Zukunft des Leerstands

Ein detaillierter Stadtplan von Staden Solvitsborg, Schweden, auf Papier mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten sowie Text darauf.

Kerstinghaus in Solingen: Bürger fordern Mitsprache bei der Zukunft des Leerstands

Die Zukunft des Kerstinghauses in Solingens Innenstadt steht nun zur Debatte. Das Bündnis Bürger für Solingen (BfS) fordert eine breite Bürgerbeteiligung, bevor Entscheidungen getroffen werden. Ihrer Meinung nach sollten Anwohner, Unternehmen, Jugendliche und lokale Initiativen mitbestimmen, wie das Gebäude genutzt wird.

Das Kerstinghaus steht seit dem Sommer 2025 leer, doch seine Lage am Graf-Wilhelm-Platz macht es zu einem zentralen Standort für die Entwicklung des Viertels. Die BfS-Stadträtin Daniela Winter betonte, dass ein nachhaltiges Konzept nur durch echte Zusammenarbeit mit denen entstehen könne, die in der Nähe leben und arbeiten.

Das Bündnis lehnt es ab, dass Vorschläge wie ein Jugendcafé die einzigen Optionen bleiben. Stattdessen fordert es eine umfassende Diskussion, um alle Möglichkeiten auszuloten. Jan Michael Lange, Fraktionsvorsitzender der BfS, plädierte für eine strukturierte Beteiligung – etwa durch Workshops, digitale Tools oder ein Ideenlabor – statt einer bloßen Alibibefragung.

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Winter warnte zudem davor, dass Entscheidungen hinter verschlossenen Türen von Behörden oder Parteien allein getroffen werden. Damit das Projekt gelinge, müsse die Stadt die Bürger aktiv einbinden, um Vertrauen aufzubauen und teure Fehlplanungen zu vermeiden.

Sollte die Stadt dem BfS-Ansatz folgen, könnte das Kerstinghaus zum Vorbild für bürgernahes Planen in Solingen werden. Die weitere Nutzung des Gebäudes würde dann die Bedürfnisse der Menschen vor Ort widerspiegeln. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob die Verantwortlichen den Aufruf zu offenen und inklusiven Gesprächen annehmen.