24 January 2026, 00:21

KI-Assistent entlastet Ausländeramt: 12.000 Verordnungen in Sekunden geprüft

Ein Blatt Papier mit dem Text "Eid des Amtseids für US-Richter" darauf, das auf einem Tisch vor einer Wand liegt.

KI-Assistent entlastet Ausländeramt: 12.000 Verordnungen in Sekunden geprüft

Eine deutsche Stadtverwaltung hat ein KI-gestütztes Projekt für einen Landeswettbewerb eingereicht. Unter dem Namen „KI-Assistent für die Dekretedatenbank des Ausländeramts“ soll die Initiative Fallprüfungen beschleunigen, indem sie über 12.000 Bundes- und Landesverordnungen auswertet. Wie der Erste Bürgermeister Fritz Bezold betonte, gehe es darum, die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern – während die endgültigen Entscheidungen weiterhin beim Personal lägen.

Das Projekt entstand als Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen in den Ausländerbehörden. Durch die zunehmende Komplexität von Gesetzen und Verordnungen mussten Mitarbeiter:innen immer mehr Zeit in aufwendige Recherchen investieren. Um Abhilfe zu schaffen, arbeitete die Stadt mit einem lokalen Entwickler zusammen, um einen KI-Assistenten zu schaffen, der nahtlos in die bestehenden Arbeitsabläufe integriert ist.

Das Tool durchsucht und strukturiert mehr als 12.000 Rechtstexte und liefert fallbezogene Vorschriften mit klaren Quellenangaben. Dadruch entfallen manuelle Suchläufe, und Verfahren werden beschleunigt – ohne dass die menschliche Urteilsfähigkeit ersetzt wird. Die endgültige Entscheidung bleibt beim Personal, während die KI repetitive Aufgaben übernimmt. Von Anfang an wurde das System für eine breitere Nutzung konzipiert: Sein standardisierter Ansatz ermöglicht anderen Kommunen eine einfache Übernahme. Zudem arbeitete die Stadt mit benachbarten Behörden zusammen, um einen gemeinsamen Rahmen für den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung zu entwickeln. Diese Kooperation soll sicherstellen, dass die Lösung langfristig effizient und anpassungsfähig bleibt.

Die Verwaltung hat das Projekt nun für den „Interkommunalen NRW“-Landespreis eingereicht. In der Kategorie „Pflichtaufgaben der Kommunen & interne Verwaltung“ soll der Beitrag das Potenzial von KI für die Behördenarbeit aufzeigen. Bezold wies darauf hin, dass ein Sieg verdeutlichen könnte, wie Technologie Dienstleistungen optimiert, ohne die fachliche Kontrolle zu vernachlässigen.

Der KI-Assistent ist bereits in den täglichen Betrieb integriert und reduziert Verzögerungen bei der Bearbeitung von Einwanderungsfällen. Dank seines skalierbaren Designs könnten auch andere Städte das System mit minimalem Anpassungsaufwand einführen. Die Entscheidung über den Landespreis wird zeigen, ob das Projekt als Vorbild für den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung größere Anerkennung findet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones