Kinder bauen in Wuppertal ihre eigene Mini-Stadt – mit Demokratie und Gesetzen
Klaudia GnatzKinder bauen in Wuppertal ihre eigene Mini-Stadt – mit Demokratie und Gesetzen
Eine Gruppe von 100 Kindern zwischen acht und zwölf Jahren hat in Wuppertal eine eigene Stadt gebaut – und verwaltet sie nun selbst. Organisiert von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) ermöglicht das Projekt den jungen Teilnehmenden, direkte Demokratie hautnah zu erleben: durch Wahlen, Arbeit und die Gestaltung ihrer Miniaturgesellschaft.
Die Kinder haben jeden Bereich ihrer Stadt selbst entworfen – von Behörden über Unternehmen bis hin zu Verkehrsschildern und Ampeln. Sie erließen Gesetze, legten Steuern fest und entschieden sogar, wo Verkehrsschilder und Ampeln benötigt werden. Wer ein Tretauto steuern möchte, muss zuvor einen speziellen „Führerschein“ erwerben.
Entscheidungen werden gemeinsam getroffen: Die Kinder stimmen über zentrale Fragen wie Steuersenkungen ab. Den Abschluss bildet ein „Staatsempfang“, bei dem lokale Politiker zu Besuch kommen, um sich die Arbeit der jungen Stadtplaner anzusehen. Ihre Geschichte wird zudem in den Bergischen Landesnachrichten am 24. Oktober 2025 um 19:30 Uhr vorgestellt.
Das Experiment vermittelt den Kindern praktische Erfahrungen in den Bereichen Verwaltung, Teamarbeit und demokratische Prozesse. Ihre Stadt funktioniert mit eigenen Regeln, Betrieben und sogar einem Verkehrssystem. Den krönenden Abschluss bildet der offizielle Besuch von Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, die das Engagement der Kinder würdigen.






