AfD-Umfragehochs und Trump-Themen bei der Rosenmontags Parade in Köln - Kölner Karneval 2025: Satire trifft auf Tradition und Ehrenamt
Kölner Karneval startet mit Tradition und politischer Schärfe
Diese Woche beginnen die Kölner Karnevalsfeiern – ein Mix aus bewährten Bräuchen und beißender politischer Satire. Vom 12. bis 16. Februar 2025 werden Wagenbau-Gruppen aktuelle Themen aufgreifen, darunter den Aufstieg der rechtspopulistischen AfD. Unter dem Motto "ALAAF – Wir machen das für Köln" rücken die Veranstalter zudem die Ehrenamtlichen in den Fokus, die das lebendige Kulturleben der Stadt tragen.
Den Auftakt bildet am 12. Februar der Weiberfastnacht, bevor am 16. Februar der Höhepunkt mit dem Rosenmontagszug folgt. In diesem Jahr nehmen die Motivwagen direkt politische Entwicklungen aufs Korn: Ein Wagen zeigt einen Mann mit AfD-Mütze, der von einer Schlange hypnotisiert wird – eine deutliche Anspielung auf die steigenden Umfragewerte der Partei. Ein weiterer Wagen karikiert Donald Trump, übersät mit Lippenstiftspuren, und persifliert damit die Versuche, sich beim Ex-Präsidenten einzuschmeicheln.
Doch der Karneval feiert nicht nur Politik, sondern auch den Zusammenhalt in Köln. Beim Schull- un Veedelszöch, dem Vorzug am Sonntag vor Rosenmontag, waren im vergangenen Jahr über 8.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei – darunter Schul- und Nachbarschaftsgruppen. 550 junge Musiker sorgten für Stimmung, rund 300.000 Zuschauer verfolgten den Umzug. Marc Michelske, der Hauptorganisator des Rosenmontagszugs, betont, wie wichtig es ist, in den Motivwagen Humor, Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz zu vereinen.
Das diesjährige Karnevalsmotto "ALAAF – Wir machen das für Köln" würdigt die vielen Freiwilligen, die die Traditionen der Stadt am Leben halten – von Kostümbauerinnen bis zu Straßenkünstlern. Ihr Einsatz sorgt Jahr für Jahr dafür, dass die Feiern stattfinden können.
Am Rosenmontag wird der Zug dann Satire, Spektakel und städtischen Stolz vereinen. Mit Wagen zu rechtspopulistischer Politik und lokalem Engagement spiegelt das Event Kölns unnachahmliche Mischung aus Respektlosigkeit und Gemeinschaftsgeist wider. Die Organisatoren rechnen mit Rekordbesucherzahlen, wenn die Straßen der Stadt mit Musik, Kostümen und scharfer Gesellschaftskritik gefüllt sind.






