Krebs bleibt tödlichste Gefahr in NRW – doch Sterberate sinkt leicht
Branko TlustekFast jeder Vierte stirbt an Krebs - Krebs bleibt tödlichste Gefahr in NRW – doch Sterberate sinkt leicht
Mehr als 51.000 Menschen starben 2024 in Nordrhein-Westfalen an Krebs. Die Krankheit bleibt eine der häufigsten Todesursachen und war für etwa jedes vierte Todesfall im Land verantwortlich. Neu veröffentlichte Zahlen zeigen zudem einen leichten Rückgang der overallen Krebssterblichkeit im vergangenen Jahrzehnt.
Die landesweite Krebssterberate lag 2024 bei 284 Todesfällen pro 100.000 Einwohner – ein Rückgang gegenüber 293 Todesfällen pro 100.000 vor zehn Jahren. Im Durchschnitt waren die an Krebs Verstorbenen 75,3 Jahre alt.
Krebsarten des Verdauungssystems waren 2024 die häufigste Todesursache. Sie machten 30 % der männlichen und 27,2 % der weiblichen Krebstodesfälle aus. Bösartige Tumoren der Atmungsorgane folgten als zweit häufigste Ursache.
Bei Männern waren Krebserkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane mit 12 % der Todesfälle die dritthäufigste Ursache. Bei Frauen lag Brustkrebs auf Platz drei und verursachte 16,5 % der Sterbefälle.
Auch regionale Unterschiede waren deutlich: Bonn verzeichnete mit 218 Todesfällen pro 100.000 Einwohner die niedrigste Sterberate, während Herne mit 345 Todesfällen pro 100.000 die höchste Rate im Land aufwies.
Die aktuellen Daten unterstreichen die anhaltende Belastung durch Krebs in Nordrhein-Westfalen. Zwar ist die Sterberate seit 2014 leicht gesunken, doch fordert die Krankheit weiterhin Jahr für Jahr Zehntausende Menschenleben. Krebsarten des Verdauungs- und Atmungsystems sowie geschlechtsspezifische Tumoren bleiben die tödlichsten Formen im Land.






