09 January 2026, 22:30

Kriminalität im Bergischen Städtedreieck steigt 2024 deutlich an – Betrug und Messerattacken im Fokus

Ein weißer Polizeiwagen steht vor einer befahrenen Straße mit fahrenden Fahrzeugen, umgeben von Gras und Bäumen in einer ländlichen Umgebung.

Kriminalität im Bergischen Städtedreieck steigt 2024 deutlich an – Betrug und Messerattacken im Fokus

Kriminalstatistik für Wuppertal, Remscheid und Solingen steigt 2024 an

Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Straftaten in Wuppertal, Remscheid und Solingen auf insgesamt 54.075 registrierte Delikte. Das entspricht einem Anstieg um 2.161 Fälle – oder 4,16 Prozent – im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark zugenommen haben Betrugsdelikte, Gewaltkriminalität und messerbezogene Vorfälle in der Region des Bergischen Städtedreiecks.

Die Betrugsfälle erhöhten sich 2024 um 1.267 auf nunmehr 17,38 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Telefonbetrug, der sich gezielt gegen ältere Menschen richtet, nahm stark zu und erreichte mit 186 Fällen den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt.

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Die Straßenkriminalität stieg um 641 Delikte (plus 5,98 Prozent), während gewalttätige Straftaten um 262 Fälle zunahmen – ein Anstieg von 11,65 Prozent. Auch der Einsatz von Messern oder messerähnlichen Gegenständen bei Straftaten nahm zu: 2024 wurden 300 solche Vorfälle registriert, gegenüber 244 im Jahr davor.

Trotz dieser negativen Entwicklungen gab es in einigen Bereichen Verbesserungen: Einbrüche nahmen nicht zu, und Taschendiebstähle gingen zurück. Dennoch sank die Gesamtaufklärungsquote leicht auf 54,1 Prozent (2023: 55,7 Prozent). Nichtdeutsche Tatverdächtige standen in Verbindung mit etwa 40,5 Prozent der Delikte in der Region.

Lokale Ehrenamtliche wie Guido Liedke und Daniel Sternemann von der Initiative „Deutschland funkt!“ unterstützen weiterhin die öffentliche Sicherheit – etwa durch Amateurfunk und Notfallkommunikationsnetze.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild für das Bergische Städtedreieck: Während einige Delikte wie Einbrüche und Taschendiebstähle zurückgingen, stiegen Betrug, Gewaltkriminalität und messerbezogene Vorfälle deutlich an. Die Behörden werden nun prüfen, wie sie diesen Trends im kommenden Jahr begegnen können.