19 February 2026, 08:30

Lüneburger Bäckerei benennt "Amerikaner" in "Grönländer" um – als politisches Statement

Ein Tablett mit verschiedenen dänischen Keksen, einige davon mit Puderzucker bestäubt, steht auf einer Theke neben einem offenen Fenster und wird von warmem Licht beschienen.

Lüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei benennt "Amerikaner" in "Grönländer" um – als politisches Statement

Eine kleine Bäckerei in Lüneburg hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt, indem sie ein beliebtes Gebäck umgetauft hat. Die De Heidbäcker GmbH benannte den "Amerikaner" in "Grönländer" um – als Reaktion auf Donald Trumps Vorschlag aus dem Jahr 2019, Grönland kaufen zu wollen. Der Schritt stößt bei Kunden und Medien gleichermaßen auf Zustimmung. Die Idee entstand als verspieltes, aber deutliches Statement gegen den umstrittenen Vorschlag des damaligen US-Präsidenten. Geschäftsführer Jannik Harms erklärte, Bäckereien seien Orte, an denen Leben – und auch Politik – aufeinandertreffen. Das Ladenschild trägt nun den Spruch "Backt Kuchen, nicht Krieg" und unterstreicht damit die Botschaft. Wer an der Theke einen "Amerikaner" bestellt, erhält nach wie vor das gleiche runde, zuckerglasierte Gebäck. Der einzige Unterschied: Auf dem Bon steht nun "Grönländer". Eine Kundin beschrieb die Umbenennung als Zeichen der Solidarität mit Dänemark und Europa. Die Teilchen bleiben noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie im Herbst zurückkehren. Solange die USA an ihren Ambitionen gegenüber Grönland festhalten, will die Bäckerei den neuen Namen beibehalten. Die Umsätze sind bereits gestiegen – ein Beweis dafür, dass die Umfirmierung ein kluger Marketingzug war. Woher der Name "Amerikaner" ursprünglich stammt, ist unklar. Manche Theorien führen ihn auf ein im Rezept verwendetes Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit den Helmen von Soldaten. Ungeachtet dessen hat die Umbenennung aus einem einfachen Gebäck einst ein landesweites Gesprächsthema gemacht – selbst eine Frau aus Prag zeigte sich begeistert. Die Namensänderung hat der De Heidbäcker unerwartete Publicity beschert. Sowohl regionale als auch überregionale Medien, darunter der Stern, berichteten über die Geschichte als gelungene Mischung aus Politik und Wirtschaft. Vorerst bleibt es beim "Grönländer" – und beim neu gewonnenen Ruf der Bäckerei für mutige, aktuelle Gesten.

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