11 January 2026, 20:19

Mainzer Karnevalspause: „Allerscheenste“ macht 2025 dicht – Comeback 2027 geplant

Ein Vintage-Plakat, das ein Karnevalsfest in Banche, Frankreich, ankündigt und Illustrationen von Menschen, Gebäuden und Text enthält.

Mainzer Karnevalspause: „Allerscheenste“ macht 2025 dicht – Comeback 2027 geplant

Die „Allerscheenste“, eine traditionsreiche Mainzer Karnevalsgesellschaft, wird 2025 eine Pause von ihren berühmten Sitzungen einlegen. Die 1986 gegründete Gruppe machte sich mit scharfem Humor und lebhaften Persiflagen auf das lokale Geschehen einen Namen. Nach Jahrzehnten der Tradition steht nun ein vorübergehender Rückzug an, bevor 2027 unter neuer Führung ein Comeback geplant ist.

Die Gesellschaft entstand 1986, als sich eine Gruppe Mainzer Bürger zusammenfand, um mit unzensierten Reden und frecher Satire den Karneval zu feiern. Sie wählten einen Clown als ihr Symbol und machten den historischen „Augustinerkeller“ in der Altstadt zu ihrem Stammlokal. Jahrzehntelang trafen sich die Mitglieder dort unter dem Motto „Gott Jokus ist unser Chef, der Augustinerkeller unsere Burg“, um die Eigenheiten der Stadt auf die Schippe zu nehmen.

Seit 1996 verleiht die „Allerscheenste“ jährlich den „Aller-Allerscheenste“-Preis an herausragende Persönlichkeiten des Mainzer Karnevals. Doch bis 2026 fand die Gruppe zu wenig aktive Mitglieder – vor allem solche, die bereit waren, auf der Bühne aufzutreten. Bei sinkender Beteiligung sagten sie die Sitzungen in jenem Jahr ab und kündigten später die längere Pause für 2025 an. Die Mitgliedschaft war stets günstig: Nur 1,11 Euro im Monat kostete sie, verlangte aber regelmäßige Anwesenheit im „Augustinerkeller“ in der Augustinerstraße. Nun hat Holger Bartz den Vorsitz übernommen – mit einem klaren Ziel: die Gesellschaft wiederzubeleben. Seine Pläne umfassen die Gewinnung neuer Mitglieder und die Rückkehr der „Allerscheenste“ 2027 mit frischem Elan.

Die Pause bedeutet eine seltene Unterbrechung für eine Gruppe, die tief in der Mainzer Karnevalskultur verwurzelt ist. Mit neuer Führung und dem geplanten Neustart 2027 will die „Allerscheenste“ ihre Reihen stärken und die Tradition der schlagfertigen, schonungslosen Sitzungen wiederaufleben lassen. Sollte die Wiederbelebung gelingen, wird der „Augustinerkeller“ erneut Schauplatz ihrer Treffen sein.

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