16 December 2025, 00:25

Marl beschleunigt Projekte durch neue Vergaberegeln ab 2026

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und einem Himmel.

Marl beschleunigt Projekte durch neue Vergaberegeln ab 2026

Neues Gesetz vereinfacht Beschaffung für die Stadtverwaltung

Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Nordrhein-Westfalen eine grundlegende Reform des Vergaberechts in Kraft. Die Stadt Marl will die neuen Möglichkeiten nutzen, um Beschaffungsvorgänge und damit Projekte zu beschleunigen. Künftig kann die Verwaltung Aufträge bis zu einem Wert von 25.000 Euro ohne das bisher erforderliche Vergabeverfahren vergeben. Die entsprechende Satzung wurde vom Rat in seiner zweiten Sitzung beschlossen.

Stadtrat von Marl beschließt Reformen zur Entbürokratisierung und Stärkung lokaler Dienstleistungen

Der Marler Stadtrat hat weitreichende Änderungen auf den Weg gebracht, um bürokratische Hürden abzubauen und die kommunalen Angebote zu verbessern. Die Reformen umfassen neue Vergaberegeln, Fördermittel für die Jugendhilfe sowie die Wiedereinrichtung eines Beirats. Laut Stadtverantwortlichen sollen die Maßnahmen Projekte beschleunigen und die Arbeit von Gemeinschaftsinitiativen unterstützen.

In seiner jüngsten Sitzung traf der Rat mehrere zentrale Entscheidungen. So wurde eine neue Satzung verabschiedet, die es der Stadt ermöglicht, Aufträge bis zu 25.000 Euro ohne Ausschreibungsverfahren zu vergeben. Diese Regelung tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft und basiert auf der Reform des Vergaberechts in Nordrhein-Westfalen gemäß § 75a der Gemeindeordnung. Durch die Neuerung könnten in Marl bis zu 50 Prozent der bisherigen Vergabeverfahren entfallen.

Darüber hinaus bewilligte der Rat 110.000 Euro für freie Träger der Jugendhilfe, wobei die endgültige Freigabe von § 82 der Gemeindeordnung abhängt. Zudem wurden 11.620 Euro für die Unterstützung von Marler Selbsthilfegruppen bereitgestellt – ein Zeichen für die Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements in der Stadt.

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Ein weiterer wichtiger Beschluss war die Wiedereinrichtung des Inklusionsbeirats. Zur Vorsitzenden wurde Dr. Maria Schmidt gewählt, die künftig eine Führungsrolle bei der Förderung von Barrierefreiheit und Chancengleichheit einnehmen wird.

Bürgermeister Thomas Terhorst bezeichnete die Reformen als "entscheidend, um Bürokratie abzubauen". Die Stadt plane, die neuen Regelungen zu nutzen, um Projekte zügiger umzusetzen und die Effizienz der lokalen Verwaltung zu steigern.

Die Änderungen treten Anfang 2026 in Kraft. Erwartet werden schnellere Vergabeverfahren sowie eine stärkere Unterstützung für gemeinnützige Initiativen. Die bewilligten Mittel für Jugendhilfe und Ehrenamt werden nach Abschluss der finalen Genehmigungen ausgezahlt. Der Inklusionsbeirat nimmt unter der Leitung von Dr. Schmidt nun seine Arbeit auf.