Mordprozess in Bonn: 29-Jähriger soll sehbehinderte Partnerin erstochen haben
Branko TlustekMordprozess in Bonn: 29-Jähriger soll sehbehinderte Partnerin erstochen haben
In Bonn muss sich ein 29-jähriger Mann wegen des mutmaßlichen Mordes an seiner sehbehinderten Partnerin in Troisdorf vor Gericht verantworten. Das Opfer, eine fast erblindete 30-jährige Frau, starb nach mehreren Messerstichen in der gemeinsamen Wohnung. Verhandelt wird der Fall vor dem Bonner Schwurgericht, wo dem Angeklagten bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe droht.
Die Tat ereignete sich an einem Samstagmorgen im Mai. Den Ermittlungen zufolge wurde die Frau mindestens zehnmal mit einem Metzgermesser erstochen, das später in der Wohnung des Paares sichergestellt wurde. Wegen ihrer schweren Sehbehinderung stuften die Staatsanwälte die Tat als Heimtücke-Mord ein.
Den Vorsitz im Prozess führt Richter Jens Rausch. Zwar ist das Motiv des Angeklagten noch unklar, doch die Anklage sieht eine mögliche lebenslange Haftstrafe vor. Ein Urteil wird erst für nächstes Jahr erwartet. Der Fall sorgt für Aufmerksamkeit, da er zeitlich mit einem weiteren spektakulären Verfahren in Bonn zusammenfällt: Am 8. März 2025 wurden zwei junge Männer – vermutlich mit Migrationshintergrund – nach einem brutalen Angriff auf einen Rettungssanitäter in Troisdorf festgenommen, während ein dritter Tatverdächtiger noch flüchtig ist.
Im aktuellen Mordprozess muss sich der Angeklagte bei einer Verurteilung auf eine lebenslange Haftstrafe einstellen. Die Verhandlungen unter dem Vorsitz von Richter Rausch dauern an; eine endgültige Entscheidung wird nicht vor 2026 erwartet. Der Fall unterstreicht die Schwere der Vorwürfe, insbesondere angesichts der besonderen Schutzbedürftigkeit des Opfers aufgrund ihrer fast vollständigen Erblindung.






