Müllgebühren in Münster steigen 2026 – aber weniger stark als geplant
Aneta WilmsenMüllgebühren in Münster steigen 2026 – aber weniger stark als geplant
Müllgebühren in Münster steigen 2026 – aber weniger stark als befürchtet
Die Abfallgebühren in Münster werden 2026 zwar steigen, allerdings weniger stark als zunächst erwartet. Die städtische Abfallwirtschaftsgesellschaft (awm) hat eine Erhöhung um 6,95 Prozent bestätigt – statt der ursprünglich prognostizierten 11 Prozent. Die Anpassung ist auf geringere Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge auf der zentralen Deponie zurückzuführen.
Hintergrund der Gebührenanhebung sind gestiegene Personal-, Material- und Betriebskosten der awm. Diese Mehrausgaben können nicht vollständig durch bestehende Gebührenüberschüsse oder Einnahmen aus dem Verkauf von Recyclingmaterialien gedeckt werden. Betroffen sind Grundstückseigentümer, deren Abfallgebührenbescheide sich erhöhen – diese umfassen nicht nur Rest- und Bioabfall, sondern das gesamte Leistungsspektrum der Abfallentsorgung.
Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet die Erhöhung eine monatliche Mehrbelastung von 40 Cent pro Person. Gleichzeitig steigen die Straßenreinigungsgebühren um 9,35 Prozent: Die jährlichen Kosten für die vollständige Reinigung von Wohnstraßen betragen dann 7,20 Euro pro laufendem Meter – 60 Cent mehr als bisher.
Für die Jahre 2027 und 2028 hat die awm bereits weitere Anstiege von jeweils 7 Prozent eingeplant.
Die Gebührenanpassungen für 2026 treten wie geplant in Kraft, wenn auch in geringerem Umfang als zunächst angenommen. Mieter und Eigentümer müssen sich auf höhere Kosten für Müllabfuhr und Straßenreinigung einstellen – mit weiteren Steigerungen in den beiden Folgejahren. Die Entwicklungen spiegeln die anhaltenden Kostendrucke im Münsteraner Abfallwirtschaftssystem wider.






