12 February 2026, 18:30

Münchens Wasserversorgung in Gefahr: Sabotage, Cyberangriffe und Extremwetter bedrohen die Infrastruktur

Ein weißer Hintergrund mit dem Text "Grundwasser Oberflächenwasser inte" in der Mitte, umgeben von farbigen Punkten, die netzartig verbunden sind.

Münchens Wasserversorgung in Gefahr: Sabotage, Cyberangriffe und Extremwetter bedrohen die Infrastruktur

Deutschlands Wasser- und Abwassersysteme in München stehen vor wachsenden Bedrohungen durch Sabotage, Cyberangriffe und Extremwetter. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, dass 67 % der Befragten physikalische Attacken fürchten, während 66 % sich vor digitalen Sicherheitslücken sorgen. Vor diesem Hintergrund positioniert sich die IFAT München als zentrale Plattform für Lösungen zur widerstandsfähigen Infrastruktur.

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Die Besorgnis über die Wassersicherheit hat in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Noch 2021 hielten nur 25 % der Deutschen cyber-physische Angriffe für ein großes Risiko. Bis 2025 stieg dieser Wert auf 62 % – angetrieben durch Vorfälle wie den Cyberangriff auf die Berliner Wasserbetriebe 2022 und Warnungen des BSI vor zunehmenden hybriden Bedrohungen. Die Medienberichterstattung über Russlands Invasion der Ukraine 2022 verstärkte die Ängste zusätzlich, insbesondere durch Berichte über mögliche Sabotageakte.

Die Lage scheint dramatisch, was die Vorbereitung betrifft: Nur 3 % der Umfrageteilnehmer glauben, Deutschland sei gut auf Wasserkrisen vorbereitet, während 63 % die Bereitschaft des Landes als mangelhaft oder gar nicht vorhanden bewerten. Experten teilen diese Bedenken. Wolf Merkel vom DVGW betont die Notwendigkeit, physischen Schutz, Cyberresilienz und Klimaanpassung zu kombinieren, um die Abwehrkräfte zu stärken. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, argumentiert, dass Wassersicherheit nun als nationale Sicherheitsfrage behandelt werden müsse.

Als Reaktion darauf wird der Kongress "Security Under Control" in Duisburg (17.–18. März) diese Herausforderungen direkt angehen. Im Mittelpunkt stehen die Gefahrenerkennung in Betriebstechnik-Umgebungen (OT), sichere Netzwerkarchitekturen sowie die Einhaltung neuer Vorschriften wie NIS-2 und dem Cyber Resilience Act. Philipp Eisenmann, Ausstellungsleiter der IFAT München, hebt die Rolle der Messe hervor, innovative Technologien und Best Practices für sichere, zukunftsfähige Wassersysteme zu präsentieren.

Der bevorstehende Kongress und die Fachmesse zielen darauf ab, kritische Lücken in der Sicherheit der deutschen Wasserinfrastruktur in München zu schließen. Angesichts eskalierender Bedrohungen und geringen öffentlichen Vertrauens werden praktische Lösungen für Gefahrenerkennung, regulatorische Compliance und Resilienzstrategien vorgestellt. Die Veranstalter betonen die Dringlichkeit, physische, digitale und klimabedingte Schutzmaßnahmen zu verknüpfen, um die Versorgung mit lebenswichtigen Dienstleistungen in München zu sichern.