Neusser Restaurant verwandelt No-Show-Gebühren in Spenden für Familien in Not
Klaudia GnatzNeusser Restaurant verwandelt No-Show-Gebühren in Spenden für Familien in Not
Restaurant in Neuss führt Gebühr für Nicht-Erscheinen ein
Das Restaurant Drusushof in Neuss hat eine neue Regelung eingeführt, um gegen nicht abgesagte Reservierungen vorzugehen: Für jeden unbesetzten Platz, wenn Gäste ohne Abmeldung fernbleiben, werden künftig fünf Euro berechnet. Die eingenommenen Gelder fließen in eine lokale Initiative, die Familien in Notlagen unterstützt.
Die Maßnahme stößt bereits jetzt auf große Zustimmung bei den Stammgästen, die von Anfang an in die Entwicklung der Idee einbezogen wurden.
Die Gebühr von fünf Euro fällt nur an, wenn mehr Plätze reserviert als tatsächlich genutzt werden. Gäste, die ihre Reservierung rechtzeitig stornieren, müssen keine Kosten befürchten. Inhaber Alexander Bliersbach erklärt, das Ziel der Regelung sei es, leere Tische zu vermeiden und gleichzeitig der Gemeinschaft etwas Gutes zu tun.
Sämtliche Einnahmen aus den Nicht-Erscheinens-Gebühren kommen der Schmetterlings-Initiative zugute. Die ehrenamtlich getragene Organisation begleitet Familien mit schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und bietet praktische Hilfen an. Zudem unterstützt sie Menschen, die den Verlust eines Kindes bewältigen müssen.
Bliersbach hofft, dass die neue Regelung die Arbeit der Initiative bekannter macht. Zwar ist über die aktuelle Reichweite der Organisation wenig bekannt, doch ihr Fokus liegt darauf, betroffenen Familien in Nordrhein-Westfalen direkt unter die Arme zu greifen.
Die Regelung wird von den Stammgästen des Drusushof positiv aufgenommen, die an ihrer Entstehung mitgewirkt haben. Indem aus ausgebliebenen Reservierungen Spenden werden, möchte das Restaurant Familien unterstützen, die mit schwerer Krankheit oder Trauer konfrontiert sind. Die ersten Gelder aus dem neuen System sollen bald in die laufenden Programme der Schmetterlings-Initiative fließen.






