10 February 2026, 00:28

Nordrhein-Westfalens Wälder zeigen erste Zeichen der Erholung – doch die Krise bleibt

Ein Plakat mit einem üppigen grünen Baum mit verschiedenen Blättern und Ästen, auf dem in fetter Schrift "Waldgärtnern" steht.

Nordrhein-Westfalens Wälder zeigen erste Zeichen der Erholung – doch die Krise bleibt

Die Wälder in Nordrhein-Westfalen zeigen erste Anzeichen einer Erholung, wie die Landwirtschaftsministerin des Landes, Silke Gorißen, mitteilt. Zwar bleibe die Lage ernst, doch die Bemühungen, klimaresistente Jungbäume zu pflanzen, begannen sich auszuzahlen. Die neuesten Daten deuten auf eine kleine, aber ermutigende Verbesserung der Baumgesundheit in der Region hin.

Eine aktuelle Bewertung ergab, dass 29 Prozent der Bäume im Land nun eine voll entwickelte, gesunde Krone aufweisen. Das entspricht einem Anstieg um 2 Prozent im Vergleich zu 2024 und deutet auf eine allmähliche Erholung hin. Besonders Buchen zeigen Fortschritte: 24 Prozent weisen keine Schäden auf, bei 40 Prozent sind nur leichte Beeinträchtigungen festzustellen.

Eichen hingegen kämpfen weiterhin mit Problemen. Lediglich 7 Prozent von ihnen verfügen noch über intakte Kronen – ein Zeichen für die anhaltende Belastung durch Dürre und Schädlinge. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Südwestfalen anhand von Satellitenanalysen als eine der am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands ausgemacht.

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Seit 2020 hat Nordrhein-Westfalen die Aufforstungsmaßnahmen ausgeweitet und setzt dabei auf junge, klimangepasste Baumarten. Der Landeshaushalt stellt erhebliche Mittel für diese Programme bereit, um den Folgen von Extremwetter und Schädlingsbefall entgegenzuwirken. Dennoch schwankt die genaue Fläche der Neupflanzungen je nach Berichtszeitraum und lokaler Forstwirtschaft.

Auch politisch gibt es Spannungen um die Finanzierung. Die SPD kritisierte die schwarz-grüne Koalition dafür, die Förderung für Forst- und Holzwirtschaft im Jahr 2026 um 4,3 Millionen Euro zu kürzen, und warnte vor den Folgen für die langfristige Nachhaltigkeit.

Die leichte Besserung der Baumgesundheit gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus für die Wälder Nordrhein-Westfalens. Mit weiteren Investitionen in klimaresistente Arten will die Landesregierung die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen künftige Herausforderungen stärken. Doch die anhaltenden Schäden in vielen Gebieten und die Streitigkeiten um die Finanzierung unterstreichen, dass kontinuierliches Handeln notwendig bleibt.