06 February 2026, 20:36

NRW deckt mit MISSIMO massiven Kindergeldbetrug in 15 Kommunen auf

Ein altes deutsches Geldstück mit schwarzem Hintergrund, das ein Männerporträt, den Text "Bauxit Trust Aktiengesellschaft" und einen Stempel auf der rechten Seite zeigt.

NRW deckt mit MISSIMO massiven Kindergeldbetrug in 15 Kommunen auf

Nordrhein-Westfalen geht mit neuem Projekt gegen Kindergeldbetrug vor

Unter dem Namen MISSIMO startet eine Initiative in 15 Kommunen des Landes, die nun auch auf Städte wie Dortmund und Münster ausgeweitet wird. Ziel ist es, Fälle aufzudecken, in denen Familien zu Unrecht kindergeld beziehen, die gar nicht mehr in Deutschland leben.

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Das Pilotprojekt begann in Düren, wo die örtlichen Behörden mit dem Familienkassenamt, der Polizei und den Jobcentern zusammenarbeiten. Gemeinsam prüfen sie, ob die Kinder, für die kindergeld gezahlt wird, tatsächlich an den gemeldeten Wohnsitzen leben. Entscheidende Hinweise liefern Schulbesuchsnachweise, ärztliche Untersuchungen und Meldebestätigungen.

In der ersten Phase des Projekts wurden 13 Fälle mit 32 Kindern identifiziert, die an ihren offiziellen Wohnadressen nicht auffindbar waren. Die betroffenen Familien müssen nun insgesamt 16.000 Euro zurückzahlen, zudem wurden weitere kindergeld auszahlung gestoppt. Alle Fälle wurden wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet – denn der falsche Bezug von kindergeld ist in Deutschland eine Straftat.

Gleichzeitig soll das Projekt ehrliche Steuerzahler entlasten, die diese Leistungen finanzieren. Gesetzlich sind die Behörden verpflichtet, jeden Verdachtsfall an das Finanzamt zu melden. Mit dem Beitritt weiterer Kreise wie Rhein-Sieg und Viersen wird das Programm nun flächendeckend ausgebaut.

Bisher konnte MISSIMO bereits sechsstellige kindergeld auszahlung stoppen und Rückforderungen in die Wege leiten. Da immer mehr Städte das System übernehmen, dürften in Zukunft weitere Fälle von Betrug ans Licht kommen. Die enge Zusammenarbeit der lokalen Behörden soll sicherstellen, dass künftig nur noch anspruchsberechtigte familiekindergeld erhalten.