21 February 2026, 08:12

NRW gedenkt sechs Jahre nach dem Hanau-Anschlag mit bewegenden Veranstaltungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, eine Straße entlang. Im Hintergrund sind geparkte Fahrzeuge und Gebäude zu sehen.

NRW gedenkt sechs Jahre nach dem Hanau-Anschlag mit bewegenden Veranstaltungen

In Städten überall in Nordrhein-Westfalen haben am Wochenende feierliche Veranstaltungen an den sechsten Jahrestag des Hanau-Anschlags erinnert. Bei dem rechtsterroristischen Attentat, einem der schwersten in Deutschland seit Jahrzehnten, waren am 19. Februar 2020 neun Menschen ermordet worden. Mit Mahnwachen, Lesungen und einer eindrucksvollen Gedenkaktion im Bochumer Nachtlebenviertel wurde der Opfer gedacht.

Die Folgen des Anschlags wirken bis heute nach: Ein zehnter Verletzter, der Überlebende Ibrahim Akkuş, erlag im Januar 2026 seinen Verletzungen, sodass sich die Zahl der Todesopfer auf zehn erhöhte. Viele andere tragen bis heute psychische Folgen, doch genaue Zahlen sind nicht bekannt.

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In ganz NRW fanden Gedenkveranstaltungen statt. In Köln zogen fast 1.000 Menschen durch die Straßen. In Aachen versammelten sich rund 300 Teilnehmende bei einer Kundgebung antifa-gruppen, bei der Angehörige der Opfer bewegende Worte fanden. Das Bochumer Integrationsbüro platzierte eine Gedenkinstallation im Bermudadreieck – ein kontrastreicher Ort, wo sonst lebhafte Nachtleben-Hektik herrscht, der nun die Schwere der Tragödie symbolisiert.

Weitere Formate wie Lesungen, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen ergänzten das Programm. In den kommenden Tagen sind zusätzliche Veranstaltungen in Münster, Dortmund und anderen Städten geplant.

Auch auf Bundesebene geht der Kampf gegen Rassismus weiter. Die 2026 veröffentlichte InRa-Studie etwa untersucht institutionellen Rassismus und spiegelt die seit dem Anschlag fortlaufenden politischen Bemühungen wider.

Der Hanau-Anschlag bleibt ein prägendes Ereignis im deutschen Kampf gegen Rechtsextremismus. Die Gedenkfeiern ehren die Opfer und unterstreichen gleichzeitig die Forderungen nach Gerechtigkeit und Prävention. Mit weiteren geplanten Veranstaltungen bleibt der Fokus darauf, der Toten zu gedenken – und die Wurzeln des Hasses zu bekämpfen.