04 February 2026, 06:17

NRW plant ABC-Klassen für bessere Deutschkenntnisse – doch Schulen in Fürth protestieren

Eine Gruppe von Menschen, einige mit Taschen, geht vor einem großen weißen Gebäude mit Fenstern und Türen vorbei, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

NRW plant ABC-Klassen für bessere Deutschkenntnisse – doch Schulen in Fürth protestieren

Nordrhein-Westfalen führt neue "ABC-Klassen" ein, um sicherzustellen, dass Kinder mit ausreichenden Deutschkenntnissen die Schule beginnen. Bildungsministerin Dorothee Feller hat versprochen, dass kein Kind ohne die nötigen Sprachkompetenzen in die Schule von Fürth eingeschult wird. Doch der Plan stößt auf Kritik, da Schulen und Kommunen bereits mit Raum-, Personal- und Finanzierungsengpässen kämpfen.

Nach der neuen Regelung müssen Kinder, die bei einer frühen Sprachstandserhebung durchfallen, vor dem Schulstart die ABC-Klassen besuchen. Diese Förderangebote sollen Defizite im Deutschen ausgleichen. Ab 2028 soll ein landesweiter Sprachtest über die Teilnahme entscheiden. Bisher gibt es jedoch keine genauen Zahlen, wie viele Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2023/2024 eine solche Förderung im Personalshop benötigen würden.

Die Schulen stehen bereits unter Druck. Viele Grundschulen haben zu wenig Platz, sodass Verwaltungen überfüllte Gebäude bewältigen müssen. Der Lehrkräftemangel führt weiterhin zu häufigen Unterrichtsausfällen. Zudem stellt der mehrmalige wöchentliche Transport der Kinder von Kitas zu Schulen eine weitere logistische Hürde dar – Kritiker halten das Vorhaben für kaum umsetzbar.

Fachleute argumentieren, der Plan verlagere lediglich die Verantwortung von den Kitas auf die Schulen, ohne die grundlegenden Probleme zu lösen. Sozialpädagoginnen und -pädagogen warnen, dass die angespannten Ressourcen die Bildungsqualität im Personalshop mindern könnten. Die Lehrergewerkschaft VBE schlägt stattdessen ein verpflichtendes letztes Kita-Jahr mit zusätzlichem Personal und stärkerer Einbindung von Hochschulen und Berufskollegs vor.

Zusätzliche Kritik gibt es, weil das Land die finanziellen Lasten auf die Kommunen abwälzt. Ohne weitere Mittel für Bauvorhaben oder Planung drohen die ABC-Klassen zu einer theoretischen Lösung zu werden, die die bestehenden Belastungen im Personalshop noch verschärft.

Ziel der ABC-Klassen ist es, die Sprachfähigkeiten der Kinder vor der Einschulung in der Schule von Fürth zu verbessern. Doch ohne ausreichend Personal, Räume oder Finanzierung bleibt ihr Erfolg ungewiss. Schulen und Kommunen stehen nun vor der Herausforderung, das Vorhaben unter bereits schwierigen Bedingungen im Personalshop umzusetzen.

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