14 January 2026, 19:16

NRW schafft Straßenbaubeiträge ab – Millionenersparnis für Eigentümer und mehr Geld für Kommunen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer belebten Stadtstraße in Karlsthor-Rondell, Deutschland, mit Menschen, Fahrzeugen, Pfählen, Bäumen und Gebäuden mit Fenstern und auf dem Bild geschriebenem Text.

Aufhebung der Straßenbaubeiträge führt zu Investitionen - NRW schafft Straßenbaubeiträge ab – Millionenersparnis für Eigentümer und mehr Geld für Kommunen

Nordrhein-Westfalen hat die Straßenbaubeiträge abgeschafft – eine Maßnahme, die 2024 in Kraft trat. Die Änderung hat Grundstückseigentümern Millionen erspart und gleichzeitig den Kommunen zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Städte und Gemeinden nutzen die frei gewordenen Gelder nun, um Straßen zu sanieren, Bäume zu pflanzen und die Beleuchtung zu modernisieren.

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Das Land hat den Kommunen bereits über 213 Millionen Euro für Straßenbauarbeiten erstattet, die seit 2018 durchgeführt wurden. Diese Kosten wurden zuvor auf die Anwohner umgelegt und beliefen sich mitunter auf Zehntausende pro Haushalt.

Vor der Abschaffung stellten die Straßenbaubeiträge für viele Hauseigentümer eine erhebliche Belastung dar. Einige sahen sich mit Rechnungen konfrontiert, die ihre finanzielle Existenz bedrohten. Seit 2024 trägt nun wieder das Land die Verantwortung für diese Ausgaben.

Seit Januar 2026 haben Städte in der gesamten Region Anträge auf Kostenerstattung für abgeschlossene Projekte eingereicht. Allein Dortmund beantragte 45 Millionen Euro, während Köln, Düsseldorf und Essen jeweils 32 Millionen, 28 Millionen und 22 Millionen Euro forderten. Auch kleinere Städte wie Bochum und Wuppertal reichten Ansprüche ein, sodass die landesweite Summe mittlerweile über 1,2 Milliarden Euro beträgt. Offizielle Berichte führen die hohen Kosten unter anderem auf die durch den Ukraine-Krieg verursachten Preissprünge bei Baumaterialien zurück.

Bisher wurden rund 3.200 Erstattungsanträge bearbeitet, die Straßenbauarbeiten im Wert von etwa 254 Millionen Euro betreffen. Über 95 Prozent dieser Anträge wurden bewilligt. Mit den eingesparten Mitteln gestalten die Kommunen nun die Straßen um, um Radfahrern und Fußgängern mehr Raum zu geben. Breitere Gehwege, geschützte Radspuren und sichere Überquerungshilfen werden immer häufiger.

Die zusätzlichen Mittel fließen auch in umweltfreundliche Projekte. Entlang der Straßen werden mehr Bäume gepflanzt, und energieeffiziente Beleuchtung wird installiert. Diese Maßnahmen sollen städtische Räume sicherer und nachhaltiger für die Bewohner machen.

Das Ende der Straßenbaubeiträge hat die finanzielle Belastung für Hauseigentümer verringert und den Kommunen mehr Spielraum verschafft. Bereits über 213 Millionen Euro wurden an die Gemeinden zurückerstattet, während Tausende weitere Anträge noch geprüft werden. Die Umverteilung der Mittel hilft den Städten, sicherere und grünere Straßen zu schaffen – und entlastet gleichzeitig die Haushalte.