22 March 2026, 18:14

NRW verschärft Gesetze gegen wachsende Gewalt an Schulen und gibt Lehrkräften mehr Rechte

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

NRW verschärft Gesetze gegen wachsende Gewalt an Schulen und gibt Lehrkräften mehr Rechte

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ergreift Maßnahmen, um die zunehmende Gewalt und Störungen an Schulen einzudämmen. Ein neuer Gesetzentwurf soll Lehrkräften und Schulleitungen stärkere rechtliche Handlungsmöglichkeiten geben, um aggressives Verhalten und Bedrohungen wirksamer zu bekämpfen. Der Vorstoß folgt auf einen deutlichen Anstieg gemeldeter Vorfälle – darunter auch körperliche Angriffe auf Lehrpersonal – in den vergangenen fünf Jahren.

Offizielle Zahlen zeigen eine besorgniserregende Entwicklung an den Schulen der Region. Die gemeldeten körperlichen Angriffe auf Lehrkräfte stiegen von 2.101 Fällen im Jahr 2019 auf 4.732 im Schuljahr 2023/24 – ein Anstieg von über 125 Prozent. Umfragen zufolge hatten 73 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter in diesem Zeitraum mit Gewalt gegen Mitarbeiter zu tun, während 66 Prozent von einer generellen Zunahme aggressiver Vorfälle berichten.

Das geplante Gesetz soll Schulen ermöglichen, konsequenter zu handeln. Bei leichteren Störungen könnten Schüler vorübergehend in eine andere Klasse versetzt oder für bis zu zwei Tage vom Unterricht ausgeschlossen werden. In schwerwiegenderen Fällen könnten Verbote für bestimmte Fächer, Klassen oder Schulveranstaltungen bis zu vier Wochen andauern.

Schulleitungen erhalten zudem die Befugnis, Schüler bei akuten Sicherheitsrisiken oder massiven Störungen des Schulbetriebs sofort von der Schule zu verweisen. Das Bildungsministerium betont, dass jede Schule ihren eigenen Ansatz entwickeln müsse, da es keine Patentlösung für alle Situationen gebe. Ziel sei es, mehr Sicherheit und Handlungsflexibilität für das Personal im Umgang mit herausforderndem Verhalten zu schaffen.

Die Reformen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem 43 Prozent der Schulen in Nordrhein-Westfalen körperliche Angriffe melden – viele Schulleiter beschreiben eine zunehmende Verschärfung des Klimas. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, erweitert es die rechtlichen Möglichkeiten der Schulen im Umgang mit Gewalt und Störungen. Die Landesregierung hofft, dass die Maßnahmen helfen, die Ordnung wiederherzustellen und sowohl Schüler als auch Lehrkräfte besser zu schützen.

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