06 January 2026, 04:28

Orange Bank in Mönchengladbach: Ein leuchtendes Mahnmal gegen Frauenhass

Eine eiserne Statue eines Mannes sitzt auf einer Kartonbank, hinter ihm eine brückenartige Konstruktion mit der goldenen Jahreszahl 1829, flankiert von schwarzen Backsteinwänden und Gittern.

Orange Bank in Mönchengladbach: Ein leuchtendes Mahnmal gegen Frauenhass

Orange Bank in Mönchengladbach: Ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Auf der Buchmühlenstraße in Mönchengladbach ist nun dauerhaft eine leuchtend orangefarbene Bank aufgestellt worden. Das auffällige Straßenmöbel dient als sichtbarer Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und ist Teil der jüngsten Bemühungen der Stadt, auf ein wachsendes Problem in ganz Deutschland aufmerksam zu machen.

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Die Orange Bank ist Bestandteil der weltweiten Kampagne Orange the World der Vereinten Nationen (UN). Die Initiative macht deutlich, dass Gewalt gegen Frauen nach wie vor eine tägliche Realität in der Gesellschaft ist. Mönchengladbach belegt im Rahmen des UN-Projekts mittlerweile Platz drei unter den teilnehmenden Städten weltweit – Stand 2024.

Hinter der lokalen Aktion stehen zwei zentrale Organisationen: Das Allgemeine Frauenberatungszentrum für den Rheinisch-Bergischen Kreis und das Büro für Gleichstellung der Stadt haben gemeinsam die Umsetzung der Bank vorangetrieben. Magdalene Holthaus vom Beratungszentrum betonte, dass Gewalt gegen Frauen kein privates, sondern ein gesellschaftliches Versagen sei, das dringend Handlungsbedarf erfordere. Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Allein 2022 zählte Deutschland laut Judith Klaßen, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, rund 266.000 Opfer häuslicher Gewalt. Doch die Unterstützungssysteme kommen kaum noch nach. Tülay Durdu, SPD-Politikerin im Landtag von Nordrhein-Westfalen, wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr drei von vier Frauen, die Schutz suchten, abgewiesen werden mussten. Die Frauenhäuser seien massiv überlastet und müssten dringend ausgebaut werden.

Die Bank auf der Buchmühlenstraße bleibt als dauerhaftes Symbol des Widerstands bestehen. Ihre signalfarbene Optik soll Gespräche anregen und Passant:innen daran erinnern, dass Gewalt gegen Frauen im Alltag weiterhin präsent ist. Unterdessen setzen sich lokale Initiativen weiterhin für bessere Ressourcen ein, um gefährdete Personen wirksam zu schützen.