Passivhaus-Tagung in Essen feiert Jubiläen mit zukunftsweisenden Bauprojekten
Klaudia GnatzPassivhaus-Tagung in Essen feiert Jubiläen mit zukunftsweisenden Bauprojekten
28. Internationale Passivhaus-Tagung in Essen eröffnet – Klimafreundliche und zukunftssichere Baukonzepte im Fokus
In Essen hat die 28. Internationale Passivhaus-Tagung ihre Pforten geöffnet und präsentiert klimafreundliche sowie zukunftsfähige Lösungen für das Bauwesen. Die Veranstaltung steht im Zeichen zweier Jubiläen: 35 Jahre seit der Fertigstellung des ersten Passivhauses und 30 Jahre Passivhaus Institut. Ein Höhepunkt ist Lettlands erstes zertifiziertes Kindergartengebäude, das zugleich das erste öffentliche Passivhaus der baltischen Region darstellt.
In den vergangenen fünf Jahren hat Deutschland einen deutlichen Anstieg bei der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude erlebt. Zu den Vorzeigeprojekten zählen das Schwimmbad in Bad Cannstatt (Stuttgart, 2022 zertifiziert), das Gesundheitszentrum in München-Neuried (2023, EnerPHit-Plus-Standard) sowie das Hallenbad in Köln-Vingst (2024, mit 70 Prozent Energieeinsparung). Auch in anderen europäischen Ländern setzen Kommunen auf Passivhaus-Standards: So wurden etwa das städtische Schwimmbad in Brüssel (2021) und das Gesundheitszentrum in Lissabon (geplante Fertigstellung 2025) nach ähnlichen Kriterien realisiert.
Das Konferenzprogramm umfasst ein breites Themenspektrum – von vorgefertigten Wohnhäusern bis hin zu luftdichten Bauweisen. Diskutiert werden zudem Großprojekte wie das Centre of the Humanities in Oxford, das nach Passivhaus-Standards errichtet wurde. Präsentiere werden auch bezahlbare Wohnungsbauprojekte aus Österreich, Schottland und dem New Yorker Sendero Verde.
Für Teilnehmer gibt es Workshops, Exkursionen sowie die Passivhaus-Fachausstellung. Frühbucherrabatte für Tickets sind verfügbar. Die Eröffnungsveranstaltung umfasst Reden von NRW.Energy4Climate, der Deutschen Umwelthilfe und der Wirtschaftswissenschaftlerin Sigrid Stagl; Mona Neubaur wird persönlich anwesend sein.
Die Tagung unterstreicht die wachsende Bedeutung energetischer Sanierungen für die globale Energiewende. Seit dem ersten Passivhaus 1991 hat sich viel getan – die Veranstaltung zeigt konkrete Beispiele nachhaltigen Bauens. Die Organisatoren wollen damit skalierbare Lösungen für Neubauten und Modernisierungen vorantreiben.






