PETA fordert Verbot von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland – warum jetzt?
Branko TlustekPETA fordert Verbot von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland – warum jetzt?
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein Ende von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland. Die Gruppe argumentiert, dass diese Aktivitäten jährlich Millionen von Tieren unnötiges Leid zufügen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und rechtliche Änderungen geben ihrer Kampagne zusätzlichen Rückhalt.
PETA weist darauf hin, dass in Deutschland jedes Jahr über fünf Millionen Wildtiere von Hobbyjägern getötet werden. Weitere 200.000 Katzen fallen ebenfalls Jägern zum Opfer. Die Organisation betont, dass die Jagd soziale Strukturen unter Tieren zerstört und bei den überlebenden Wildtieren zusätzliches Leid verursacht.
Forschungen zeigen, dass Fische fühlende Wesen sind, die sich im Spiegel erkennen und soziale Bindungen eingehen können. Trotzdem verletzen Angler jährlich Millionen von Fischen mit Haken, was zu lang anhaltenden Schmerzen und Erstickungsqual führt. PETA besteht darauf, dass Angeln nicht als harmloses Hobby gerechtfertigt werden kann.
Rechtliche Veränderungen sind bereits in einigen Regionen im Gange. Bis März 2026 werden sechs Bundesländer – Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein – Gesetze erlassen haben, die die Pflichtjagd für Hobbyjäger einschränken oder verbieten. PETA argumentiert, dass die Jagd keinen ökologischen Nutzen habe und ethisch nicht vertretbar sei.
Aktuell zirkulieren mehrere Petitionen, die sich gegen bestimmte Jagdmethoden und deren Bewerbung richten. Die Organisation ruft alle, denen Tierschutz am Herzen liegt, dazu auf, sich nicht an solchen Veranstaltungen zu beteiligen oder sie zu unterstützen.
PETAs Forderung nach strengeren Regelungen kommt zu einer Zeit, in der das öffentliche Bewusstsein für die Empfindungsfähigkeit von Tieren wächst. Mit rechtlichen Änderungen in mehreren Bundesländern und laufenden Petitionen gewinnt die Debatte über Freizeitjagd und Angeln an Fahrt. Die Position der Organisation bleibt klar: Diese Aktivitäten müssen beendet werden, um weiteres Leid für Wildtiere zu verhindern.






