Polanski attackiert VAR: „Millimeter-Abseits tötet den Angriffsfußball“
Klaudia GnatzPolanski attackiert VAR: „Millimeter-Abseits tötet den Angriffsfußball“
Eugen Polanski hat nach dem 0:0 von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig am Freitag das VAR-System scharf kritisiert. Der Mittelfeldspieler monierte, dass übergenaue Entscheidungen dem Fußball schadeten – obwohl er eine korrekte VAR-Intervention in der Nachspielzeit einräumte. Die von Dr. Max Burda geleitete Partie endete torlos und war von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen geprägt.
Polanskis Frust entzündete sich besonders an einem in der 47. Minute aberkannten Tor: Franck Honorat wurde wegen weniger Millimeter Abseitsstellung zurück gepfiffen – eine Entscheidung, die auf den hochpräzisen VAR-Messungen basierte. Der Spieler betonte, dass solche minimalen Abseitsentscheidungen den Angriffsfußball erstickten und die Attraktivität des Sports minderten.
Später hob der VAR in der Nachspielzeit einen Elfmeter auf – eine Entscheidung, die Polanski zwar als gerecht anerkannt. Dennoch blieb er bei seiner grundsätzlichen Kritik: Das System habe den Geist des Fußballs aus den Augen verloren. Statt sich auf winzige technische Details zu konzentrieren, forderte er die Unparteiischen auf, den Spielfluss zu fördern und mehr Tore zu ermöglichen. Die Partie, in der beide Mannschaften ohne Treffer blieben, unterstrich die anhaltende Debatte über die Rolle des VAR im modernen Fußball. Polanskis Äußerungen spiegeln die breiteren Bedenken wider, wie die Technologie den Charakter des Sports verändert.
Das Remis bringt Mönchengladbach und Leipzig jeweils einen Punkt ein, doch die Diskussion um den VAR geht weiter. Polanskis Worte verdeutlichen die Spannung zwischen Präzision und den traditionellen Werten des Spiels. Vorerst bleibt das System bestehen – und sorgt nach jedem knappen Spiel für Gesprächsstoff.






