10 January 2026, 14:15

Preiskampf bei Aldi und Co.: Warum Fleisch und Butter immer günstiger werden – doch die Branche blutet

Eine Glasvitrine in einem Fleischgeschäft, die Tabletts mit Fleisch und Preisschildern zeigt, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und einer Decke oben.

Preiskampf bei Aldi und Co.: Warum Fleisch und Butter immer günstiger werden – doch die Branche blutet

Preiskampf in deutschen Supermärkten: Butter und Fleisch werden immer billiger – doch die Fleischindustrie kämpft ums Überleben

In deutschen Supermärkten tobt ein erbitterter Preiskampf: Die Preise für Butter und Fleisch stürzen in den Keller. Discounter wie Aldi Süd und Norma haben die Preise für Schweine- und Rindfleisch drastisch gesenkt und treiben die Kosten damit auf Rekordtiefs. Doch hinter den Rabattaktionen verbirgt sich eine schwer angeschlagene Fleischbranche, die mit Werksschließungen und Stellenabbau zu kämpfen hat.

Den Anfang machte die Butter, wo 250 Gramm mittlerweile für unter einen Euro zu haben sind. Kurz darauf brachen die Schweinefleischpreise ein – ausgelöst durch ein Überangebot an schlachtreifen Tieren nach den Feiertagen. Innerhalb nur einer Woche sackte der Kilopreis für Schweinefleisch um 15 Cent ab.

Die Supermärkte zogen nach: Aldi Süd senkte die Preise für Schweinefleischprodukte um bis zu 7 Prozent. Norma und andere Discounter folgten mit Rabatten auf Hackfleisch, Wurst und Rindfleisch. Die Maßnahmen sollten preisbewusste Kundschaft locken, setzten die Produzenten aber zusätzlich unter Druck.

Die Folgen für die Fleischindustrie sind verheerend. Der Fleischkonzern Vion kündigte an, sein Rinderschlachtbetrieb in Hilden zu schließen – rund 160 Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Jobs. Bereits im Januar 2023 hatte JBS die Schließung seiner Rindfleisch-Verarbeitungsanlage am selben Standort bekannt gegeben. Gleichzeitig teilte die EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG mit, die Produktion in ihrem Werk in Britz einzustellen, was 500 Arbeitsplätze kostet.

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Schweinehalter, die ohnehin schon mit dünnen Margen kämpfen, sehen sich nun noch stärker unter Druck. Die Preisverfälle verschärfen die finanzielle Not und zwingen manche Betriebe ganz aus der Branche auszuscheiden.

Während die Verbraucher von den sinkenden Preisen im Supermarkt profitieren, vertieft der Preiskampf die Krise in der Fleischproduktion. Fabriken werden geschlossen, Stellen abgebaut – viele Unternehmen kämpfen ums Überleben. Da keine schnelle Besserung in Sicht ist, zeichnen sich weitere Umbrüche in der Branche ab.