Ratingen: Polizei zieht E-Scooter-Fahrer mit harten Konsequenzen zur Verantwortung
Klaudia GnatzRatingen: Polizei zieht E-Scooter-Fahrer mit harten Konsequenzen zur Verantwortung
Polizei in Ratingen führt Sonderaktion gegen E-Scooter-Fahrer durch
Am 26. November 2025 hat die Polizei in Ratingen eine gezielte Kontrollaktion gegen Nutzer von E-Scootern durchgeführt. Das sogenannte „zOOm-Projekt“ diente der Durchsetzung der Verkehrsregeln und der Kriminalprävention im Stadtgebiet. Bei der Razzia überprüften Beamte Dutzende Fahrzeuge.
Die Maßnahme war Teil eines übergeordneten Präventionskonzepts der Kreispolizeibehörde Mettmann. Alle drei Monate konzentrieren sich die Ermittler auf verschiedene Stadtteile, um dort gezielt gegen spezifische Problemlagen vorzugehen. Diesmal standen E-Scooter im Fokus.
Vier Fahrer mussten ihre Fahrt unterbrechen, weil sie keine gültige Versicherungsplakette vorweisen konnten. In Deutschland müssen alle elektrischen Kleinstfahrzeuge – ob gemietet oder im Besitz – versichert sein. Wer ohne Deckung erwischt wird, muss nun mit einer Strafanzeige rechnen. Eine 42-jährige Frau aus Ratingen wurde an der South-Dakota-Brücke angehalten, nachdem sie unter Alkoholeinfluss gefahren war. Ihr Blutalkoholwert lag bei 1,2 Promille – deutlich über dem für E-Scooter-Fahrer geltenden Grenzwert von 0,5 Promille. Zudem bestand der Verdacht auf Drogenkonsum. Zwei Personen fuhren ohne Führerschein, eine weitere nutzte einen gestohlenen E-Scooter. Ein Mann, gegen den ein Haftbefehl wegen Betrugs vorlag, wurde vorläufig festgenommen, zahlte jedoch vor Ort eine Geldstrafe und konnte so eine Inhaftierung abwenden.
Für Fahrende unter 21 Jahren oder mit einer Probezeitregelung gilt absolute Alkoholabstinenz. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 500 Euro, einem einmonatigen Fahrverbot und Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg geahndet.
Die Aktion zeigte, dass die Einhaltung der Vorschriften bei E-Scootern in Ratingen weiterhin problematisch ist. Die Polizei kündigte an, die Kontrollen in unregelmäßigen Abständen zu wiederholen und in den kommenden Monaten weitere Schwerpunktactionen durchzuführen. Fahrende müssen sich auf strengere Überprüfungen einstellen.






