31 January 2026, 22:24

Ricarda Lang kontert Söder beim Aachener Karneval mit scharfer Satire

Eine Gruppe von Menschen in einem Kreis, die lachen und Spaß haben, wobei eine Person ein Blatt Papier hält und unten ein Text steht, der "Bei einer Komödie" lautet.

Ricarda Lang witzelt über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang kontert Söder beim Aachener Karneval mit scharfer Satire

Ein spielerischer politischer Wortwechsel prägte in diesem Jahr die Karnevalsfeierlichkeiten in Aachen. Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, nutzte ihre Rede, um den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder wegen seiner jüngsten Stichelei gegen die Politikerin Dorothee Bär auf die Schippe zu nehmen. Der Schlagabtausch stand im Mittelpunkt der Veranstaltung Orden wider den tierischen Ernst, einer langjährigen Tradition, bei der Humor und Politik aufeinandertreffen.

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Der Streit hatte bereits Wochen zuvor begonnen, als Söder bei einem CSU-Parteitag zu Bär sagte: "Von dir erwarten wir nicht viel, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließen würde, liebe Doro." Viele empfanden die Bemerkung als herablassend, doch Bär wiegelte später ab und betonte, Söder habe sich entschuldigt und es nicht böse gemeint.

Beim Karnevalsevent ergriff Lang die Gelegenheit zur Revanche. Sie bezeichnete Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und neckte ihn wegen seiner Körpergröße, indem sie scherzte, er leide an einem "Napoleon-Komplex". Das Publikum, das bei der satirischen Preisverleihung scharfen Witz gewohnt ist, reagierte mit Gelächter.

Bär hingegen wurde in diesem Jahr als "Ritter des Ordens" geehrt. Trotz der Kontroverse betonte sie, die Angelegenheit sei erledigt, und plädierte dafür, den Vorfall hinter sich zu lassen. Auch Lang schlug vor, den Wortwechsel in den Annalen der Karnevalsgeschichte versinken zu lassen.

Der humorvolle Clinch unterstrich die Rolle des Karnevals als Bühne für politische Satire. Bärs Auszeichnung und das Ausbleiben einer öffentlichen Reaktion von Söder lenkten die Aufmerksamkeit auf die Tradition der respektlosen Frechheit des Events. Vorerst bleibt der Schlagabtausch eine Fußnote in den diesjährigen Festlichkeiten.