Ruhr-Nachrichten übernimmt Hellweger Anzeiger und Westfälische Rundschau nach Kartellfreigabe
Klaudia GnatzRuhr-Nachrichten übernimmt Hellweger Anzeiger und Westfälische Rundschau nach Kartellfreigabe
Der Verlag Ruhr-Nachrichten der Rubens Group hat die Genehmigung für den Kauf zweier lokaler Zeitungen und eines Anzeigenmagazins erhalten. Das Bundeskartellamt gab das Vorhaben am 4. Dezember 2025 frei und erlaubte damit die Übernahme des Hellweger Anzeigers, der Westfälischen Rundschau sowie des Magazins MonTakt. Die Wettbewerbsbehörde bestätigte, dass der Deal den Wettbewerb in der Region nicht beeinträchtigen werde.
Betroffen von der Übernahme sind der Hellweger Anzeiger und die Unna/Kamen-Ausgabe der Westfälischen Rundschau, die beide vor allem Gemeinden in der Nähe Dortmunds mit hyperlokalen Nachrichten versorgen. Im Gegensatz zur Ruhr-Nachrichten stehen diese Titel damit nicht in direkter Konkurrenz zu den Publikationen des neuen Eigentümers.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, erklärte, der Deal "werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf". Seine Behörde kam zu dem Schluss, dass die klar abgegrenzte lokale Berichterstattung der Zeitungen die Genehmigung rechtfertige. Teil der Transaktion ist zudem MonTakt, eine Anzeigenpublikation, die zuvor bereits zur Rubens Group gehörte.
Mit der Übernahme gehen die drei Titel offiziell an die Ruhr-Nachrichten Verlag & Co. KG über. Der Hellweger Anzeiger und die Westfälische Rundschau werden künftig unter demselben Dach wie die Ruhr-Nachrichten erscheinen. Die Wettbewerbsbehörde hat bestätigt, dass keine weitere Prüfung erforderlich ist, sodass der Deal ohne Auflagen vollzogen werden kann.






