16 January 2026, 17:18

Schließfächer bei Banken: Warum Ihr Schmuck oft unversichert ist

Eine Ziegelwand mit einem Schild, auf dem "Deutsche Nationalbank-Schließfächer" steht, und einem Fenster oben.

Sparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bank-Schließfächer anderswo versichert - Schließfächer bei Banken: Warum Ihr Schmuck oft unversichert ist

Viele deutsche Banken, wie die Commerzbank und die Deutsche Bank, bieten nur begrenzten oder gar keinen Versicherungsschutz für den Inhalt von Schließfächern – und setzen ihre Kunden damit dem Risiko hoher Verluste aus. Zwar gewähren einige Institute einen Grundschutz, doch Experten warnen: Wertgegenstände, die ohne zusätzliche Policen bei der Bahn oder der DB eingelagert werden, sind oft nicht ausreichend abgesichert. Das Problem rückt zunehmend in den Fokus, nachdem immer mehr Kontoinhaber nach Diebstählen oder Katastrophen Lücken in ihrem Schutz entdecken.

Bei den meisten Großbanken sind die Inhalte von Schließfächern entweder gar nicht versichert oder nur bis zu einigen Zehntausend Euro abgedeckt. Die Sparkasse Gelsenkirchen etwa sichert Gegenstände bis zu 10.300 Euro ab, während die Deutsche Bank überhaupt nur dann Schutz bietet, wenn Kunden dies ausdrücklich beantragen – und selbst dann bleibt die Deckungssumme auf einen vereinbarten Dollar-Euro-Betrag begrenzt.

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Die Hamburger Sparkasse, Deutschlands größter Anbieter solcher Fächer, bietet standardmäßig eine Versicherung über 40.000 Euro an, mit der Option, für besonders wertvolle Einlagen zusätzlichen Schutz zu erwerben. Doch viele Kunden verzichten auf solche Policen – sei es wegen der extra Kosten oder aus Diskretionsgründen. In Städten wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt verkaufen Banken wie Sparkasse, Volksbank und Deutsche Bank zudem optionale Inhaltsversicherungen (etwa eine erweiterte Hausratversicherung) für Geschäftskassen. Diese müssen jedoch separat abgeschlossen werden und sind nicht automatisch im Mietvertrag enthalten. Versicherer wie Allianz und HDI, die über Bankkooperationen agieren, decken ab 2026 Diebstahl, Brand und Wasserschäden ab. Trotz der begrenzten Absicherung sind Banken gesetzlich verpflichtet, die Fächer vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Kommt es durch grobe Fahrlässigkeit zu einem Raub, können sie für den vollen Wert des Inhalts haften. Dennoch erfahren viele Kunden erst nach einem Schadensfall von den Versicherungsgrenzen – und stellen dann oft zu spät fest, dass gestohlenes Bargeld oder Wertsachen ihre Police übersteigen.

Experten raten weiterhin dringend dazu, den Inhalt von Schließfächern zusätzlich zu versichern, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Ohne erweiterten Schutz drohen Kunden im Schadensfall erhebliche Deckungslücken. Die Banken ihrerseits müssen die Balance halten zwischen Sicherheitsvorgaben und der Pflicht, ihre Kunden transparenter über die Grenzen des Versicherungsschutzes aufzuklären.